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Ost Ärzte kommen mit dem Laptop zur Visite
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Ärzte kommen mit dem Laptop zur Visite
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09:58 04.07.2009
Von Nicola Zellmer
Oberarzt Christian Dudel auf der Laptop-Station im Oststadtkrankenhaus. Quelle: Kris Finn

Damit ist die Klinik von Prof. Reinhard Brunkhorst nicht nur im Klinikum Region Hannover Vorreiter in Sachen IT-Nutzung.

Bei der Visite kommt der Arzt heute nicht mehr mit dem Schreibblock ans Bett des Patienten, sondern mit dem Laptop. „Auf diese Weise haben wir den kompletten Zugriff auf alle Daten“, sagt Dudel. Wurde dem Patienten etwa vor dem Frühstück Blut abgenommen, kann der Arzt bei der Visite um 9.30 Uhr bereits die Laborergebnisse abfragen. Auch die Diagnose, alle Untersuchungsergebnisse und sogar die Röntgenbilder sind jederzeit und überall verfügbar. Einziges Relikt aus der Vor-Computer-Zeit ist ein flaches Klappregister – im Fachjargon „Kadex“ genannt -, in dem Blutdruck- und Temperaturwerte des Patienten, seine Medikamente und ärztliche Anordnungen vermerkt sind. „Das soll bis November aber auch noch verschwinden“, erklärt Dudel.

Wo früher Schwestern und Ärzte stundenlang Unterlagen in Patientenordner sortieren mussten, werden nun alle Daten sofort im System erfasst – der Schreibtisch des leitenden Oberarztes beispielsweise ist völlig frei von Aktenbergen. „Zeit ist Geld – auch im Krankenhaus“, sagt Dudel. „Früher waren die Akten oft unvollständig oder fehlten. Die Zeit, die ich jetzt für die aufwendige Aktenpflege spare, kommt unmittelbar den Patienten zugute.“ Inzwischen scannt seine Abteilung auch die von Patienten mitgebrachten Unterlagen anderer Häuser in den Computer ein, und ab August werden auch die EKG-Daten direkt vom Messgerät ins System übertragen.

So durchgängig wie die Pilotabteilung haben derzeit allerdings noch nicht alle Regionskrankenhäuser die Digitalisierung umgesetzt. Die Möglichkeiten dafür sind jedoch vorhanden. „Das SAP-System für die Patientendaten ist auf allen Klinikrechnern installiert, und über ein WLAN-Netzwerk sind die Informationen überall verfügbar“, sagt Dudel. Schon heute können die Ärzte der Regionskliniken die Daten von aus dem Oststadtkrankenhaus überwiesenen Patienten sofort bei deren Ankunft digital abrufen. Der nächste Schritt ist dann auch für sie die lückenlose Dokumentation per Computer.

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