Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ost Außenstelle der Kollwitz-Schule wird ausgebaut
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Außenstelle der Kollwitz-Schule wird ausgebaut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 16.02.2013
Fit für die Zukunft: Die Außenstelle Gottfried-Keller-Straße erhält eine Mensa. Quelle: Schwarzenberger
List

Zum Schmökern werden sich die Schüler der Außenstelle des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums bald einen neuen Platz suchen müssen, doch das dürften sie gern tun: Aus der Schulbibliothek soll voraussichtlich im Sommer die lang ersehnte Cafeteria werden. Die Stadt will 993000Euro in das Gebäude in der Lister Gottfried-Keller-Straße investieren, in dem rund 400 Schüler unterrichtet werden.

Der Bezirksrat Vahrenwald-List hat dem Plan am Montagabend als erstes politisches Gremium einmütig zugestimmt. Hintergrund ist eine neue Entwicklung: Anders als erwartet, zeigen die Prognosen der Schülerzahlen wieder nach oben. Die Außenstelle, die bisher auf einer Schließliste der Stadtverwaltung stand, wird darum erhalten - und ausgebaut.

Um das 1953 eröffnete Gebäude für die Zukunft fit zu machen, wird während der Baumaßnahmen in den Sommerferien auch der Brandschutz verbessert. Eine neue Fluchttreppe wird installiert, neue Brandschutztüren und Sicherheitsleuchten werden eingebaut. Rund 1000 Schüler gibt es insgesamt am Käthe-Kollwitz-Gymnasium mit Hauptsitz in Groß-Buchholz, und es werden nicht weniger. Aus dem alten Plan der Verwaltung, sämtliche Außenstellen der hannoverschen Gymnasien zu schließen, wird daher vorerst nichts. Ihre Außenstelle hatte die Käthe-Kollwitz-Schule für die fünften bis siebten Klassen eingerichtet, nachdem in der Gottfried-Keller-Straße die Orientierungsstufe aufgelöst worden war.

Der wichtigste Part des Umbaus ist für Rektor Eckhard Franklin die Cafeteria. Neben der Schulbücherei wird dafür auch ein benachbartes Klassenzimmer umfunktioniert und zu einem kleinen Speisesaal. Die Bücher wandern künftig in einen kleineren Raum im Obergeschoss. „Bisher haben wir nur eine provisorische Schulspeisung“, sagt Franklin. Seit zwei Jahren können die Eltern der Schüler bei einem Caterer Mittagessen bestellen, das in Warmhalteboxen zur Außenstelle geliefert wird. Bis zu 60 Kinder nehmen das wahr. Ein Gruppenraum, der gerade eben für die Schüler ausreicht, dient als Speisezimmer - und ist kaum ausreichend für das, was sich die Schule in Zukunft erhofft. Denn das Gymnasium soll nächstes Schuljahr Ganztagsschule werden, der Antrag ist gestellt. Für die Außenstelle rechnet das Kollegium damit, dass 150 Schüler an den Nachmittagsangeboten teilnehmen. Sie sollen auch ein Mittagessen bekommen. Die neue Cafeteria ersetzt zwar keine Mensa, mit ihrer Küchenausstattung bedeutet sie aber eine deutliche Verbesserung.

Das Gymnasium hat seit einigen Jahren einen Mensaverein, der mit dem Förderverein der Schule auch für das Hauptgebäude an der Podbielskistraße in Groß-Buchholz einiges nachbessern will. Denn auch dort gibt es keine Mensa. Abgepackte Portionen werden geliefert und von den Schülern in einem Vorraum zur Aula verzehrt. „Dort ist es sehr ungemütlich“, findet Franklin. Er wünscht sich auch für das Hauptgebäude eine Cafeteria samt Kiosk. Der Förderverein würde Personal einstellen. Die Stadt hat aber weder Geld noch Umbaupläne in Aussicht gestellt. Eine Idee, wie sich der Wunsch umsetzen ließe, hat die Schulleitung schon: Der Raum, den derzeit ein Schulassistent belegt, würde sich eignen. Der Assistent könnte nach Vorstellungen der Schule in die seit 2011 leer stehende Hausmeisterwohnung ziehen. Die Verhandlungen mit der Stadt darüber laufen noch.

Marcel Schwarzenberger

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die frühere Chefin des Tanztheaters im Hof verlässt nach fast 20 Jahren ihren angestammten Ort in einem Hinterhof auf der Lister Meile. Doch aufgeben will sie ihre Kunst nicht.

Stefanie Kaune 14.02.2013

Das italienische Restaurant „Gallo Nero“ in einem alten Fachwerkhaus in Groß-Buchholz hat einen neuen Pächter - und will weg vom bisherigen Nobelimage.

Stefanie Kaune 16.02.2013

Der „Welfenhof“ in der Prüßentrift wird abgerissen - und macht Platz für 41 anspruchsvolle Wohnungen. Noch in diesem Sommer will die Unternehmensgruppe Heinz von Heiden mit dem Projekt beginnen.

Christian Link 09.02.2013