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Ost Bürgersolaranlage entsteht auf Schuldach
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Bürgersolaranlage entsteht auf Schuldach
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09:11 15.12.2011
Ramon Kempt zeigt eines der 108 Module, die auf dem Dach der Schillerschule in Kleefeld Sonnenstrom produzieren sollen.
Ramon Kempt zeigt eines der 108 Module, die auf dem Dach der Schillerschule in Kleefeld Sonnenstrom produzieren sollen. Quelle: Weiße
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Kleefeld

Eine Bürgersolaranlage entsteht derzeit auf dem Dach der Schillerschule in Kleefeld. Die Genossenschaft „Energiegewinner“ hat die Fläche von der Stadt gepachtet, um dort eine Photovoltaik-Anlage zu bauen. Die einzelnen Module sollen an Einwohner verkauft werden, die in Sonnenenergie investieren wollen. Noch in diesem Jahr soll die Anlage Strom ins Netz einspeisen, kündigt Kay Voßhenrich von der Genossenschaft an.

Die Idee für die Anlage auf dem Dach des Gymnasiums hatte Reinhard Wiedemann, der dort Biologie und Chemie unterrichtet. Eigentlich wollte der Lehrer gemeinsam mit Nachbarn eine Anlage auf dem Dach seines Wohnhauses in der Gartenstadt Kleefeld errichten. Das Amt für Denkmalschutz habe das Vorhaben jedoch nicht genehmigt, sagt Wiedemann. Stattdessen habe es vorgeschlagen, die Solaranlage auf einem öffentlichen Gebäude zu errichten.

Da bot sich die Schillerschule an: Auf deren Dach steht seit 2000 bereits eine Demonstrationsanlage. Außerdem beteiligt sich das Gymnasium gerade am Unesco-Projekt „Nachhaltigkeit lernen“.

Bei seiner Recherche im Internet stieß Wiedemann auf die „Energiegewinner“, die sich auf die Errichtung von Solaranlagen mit Bürgerbeteiligung spezialisiert haben. Im September kam der erste Kontakt zu der Genossenschaft zustande, drei Monate später ist die Anlage bereits so gut wie fertig. Sowohl Wiedemann als auch Ramon Kempt vom Vorstand der Genossenschaft sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis: 15 Interessenten seien zu einem ersten Informationsabend im November gekommen, bei dem das Angebot vorgestellt wurde. Wer sich an dem Projekt beteiligt, zahlt für ein Modul 820 Euro. Dieses produziert etwa 167 Kilowattstunden im Jahr. Als voraussichtlichen Ertrag aus einem Modul geben die „Energiegewinner“ zwischen 57 und 63 Euro jährlich an. Das ist die Vergütung, die enercity als Netzbetreiber für die eingespeiste Energie zahlt. Auch Wiedemann ist nun Eigentümer eines Moduls auf dem Schuldach.

Sonja Weiße

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