Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ost Busfahrgäste vermissen eine Bank
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Busfahrgäste vermissen eine Bank
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:43 14.09.2009
Platz für eine Bank an der Bushaltestelle in der Bussestraße wäre vorhanden.
Platz für eine Bank an der Bushaltestelle in der Bussestraße wäre vorhanden. Quelle: Sigrid Krings
Anzeige

Eine Bank zum Sitzen wäre schön. Nicht im eigenen Garten oder gar direkt vor der eigenen Haustür zum gemütlichen Nachbarschaftsplausch. Aber an der nahe gelegenen Bushaltestelle „Bussestraße“ der Linie 123 Richtung Peiner Straße, zu der sich Regina Mauritz regelmäßig auf den Weg macht, würde sie sich gelegentlich doch gerne hinsetzen. Zumal der Bus werktags nur alle 20 Minuten und am Sonntag lediglich halbstündlich verkehrt. „Da kommt es schon vor, dass man recht lange warten muss“, erzählt die 71-Jährige aus Groß-Buchholz. Nicht mal einen Poller oder etwas Ähnliches gebe es, auf dem sich Wartende kurzzeitig ausruhen könnten.

Dabei liegt ganz in der Nähe ein großes Altersheim und die Bussestraße ist gesäumt von kleinen Einkaufsläden, zu denen die Kunden auch mit dem Bus kommen. Dass an manchen Haltestellen aus Platzgründen keine Sitzgelegenheit aufgestellt werden könne, ist der Rentnerin bewusst. „Aber an dieser Stelle ist doch reichlich Platz“, wundert sie sich. Geräumig genug wäre die breite Ecke Bussestraße/Groß-Buchholzer Kirchweg sogar, um ein so genanntes Witterungsschutzdach mit Sitzgelegenheit der Hannoverschen Verkehrsbetriebe (üstra) zu installieren. Doch dafür seien die Einstiegszahlen an der Bussestraße einfach zu niedrig, erklärt Sprecherin Katja Raddatz. Das derzeit in Kooperation mit der X-City-Marketing Gesellschaft laufende Programm, aus dem in diesem Jahr rund 200 weitere Witterungsschutzdächer in Hannover aufgebaut werden, refinanziert sich durch Werbeflächen. Diese müssten verständlicherweise an möglichst attraktiven Orten liegen, also dort, wo viele Menschen in den Bus ein- und ausstiegen, erklärt die Sprecherin. Sie verweist auf die Möglichkeit der Stadtverwaltung, eine öffentliche Bank an der Haltestelle zu platzieren.

Die Verwaltung hat die Anregung von Regina Mauritz sogleich aufgenommen und prüft derzeit, ob es eine Möglichkeit gibt, Abhilfe zu schaffen. Dazu müssten jedoch auch noch der Zweckverband Abfallwirtschaft Hannover (aha) und der Stadtbezirksrat mit ins Boot geholt werden, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Er möchte eine Bank noch nicht in Aussicht stellen, hofft aber auf eine baldige positive Nachricht von den Beteiligten.

von Sigrid Krings