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Ost Fantastische Erlebnisse mit den Beatles
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Fantastische Erlebnisse mit den Beatles
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12:28 10.01.2015
Stargast Dominik Schirmer hat bei Sir Paul höchstpersönlich gelernt: Er spielte eigene Lieder und welche von den Beatles. Quelle: mm
List

List. Stichfrage: Wie heißt der Schauspieler, der in dem Film „A hard days night“ den Großvater von Paul spielt? „Wilfrid Brambell!“ Als hätte jemand einen Knopf gedrückt, sprudelt die richtige Antwort aus Tobias Grethe in die versammelte Runde im Vereinsheim des Lister Tennisclub SC Schwarz-Gold. Man sollte meinen, damit hätte der etwas schüchtern wirkende 36-Jährige mit den langen Haaren und dem „Revolver“-Album-Shirt das Beatles-Quiz an diesem Abend für sich entschieden. Denn vermutlich kennen weltweit außer Tobias nur die Nachkommen des 1985 verstorbenen Schauspielers und Paul McCartney selbst die Lösung - nur eine winzige Information aus dem unendlichen Beatles-Kosmos. Doch Tobias muss mit dem zweiten Platz vorlieb nehmen, zwei Tische weiter ist jemand schneller gewesen.

Mit dem Beatles-Quiz beginnt allmonatlich das Treffen des Beatles-Stammtisch Hannover. Eine lockere Runde von Fans der erfolgreichsten Band aller Zeiten. Und natürlich ein echtes Kompetenzzentrum an Beatles-Wissen. Die meisten Besucher sind männlich und im besten fortgeschrittenen Alter. Viele tragen das schwarze T-Shirt des Stammtischs, auf dem in grellen Farben die vier Pilzköpfe abgebildet sind. Auch Frauen und ein paar U40-Jährige sind dabei. Lange war Tobias der jüngste Stammtischbruder, inzwischen ist Realschullehrerin Julia Uzar (30) das Küken der Truppe aus knapp 40 Fans. Mit unglaublichem Expertenwissen ausgestattete Autoren von Beatles-Büchern sind hier genauso vertreten wie „einfache“ Fans.

„Ich habe damals heimlich unter der Bettdecke Beatmusik auf englischen Piratensendern gehört“, erinnert sich Eva Tönnigs an ihre erste Begegnung mit den „Fab Four“. Als Au-pair in London hat die 65-Jährige die Swinging Sixties dann selbst miterlebt. 1966 hatte sie - im Unterschied zu den meisten ihrer Altersgenossen - das Glück, dass die Eltern ihr erlaubten, zu einem der drei legendären Deutschlandkonzerte der Beatles nach Essen zu fahren. „Ich hab’ mir damals die Namen von Paul, Ringo, George und John auf meine Jacke genäht“, lächelt sie. Paul war natürlich ihr Liebling. Vor der Konzerthalle wurde Eva Tönnigs sogar vom Fernsehen gefilmt. Mit ihrem Clarks-Rollkragenpullover und schwarzer Sonnenbrille sah die junge angehende Krankenschwester damals genauso aus, wie viele der kreischenden und in Ohnmacht fallenden Mädchen, die aus Dokumentationen bekannt sind. Eva ist beim Stammtisch von Anfang an dabei.

Heinz Fischer - Jahrgang 1946 - hat die „britische Invasion“ in Hannover erlebt. „Wir spielten damals mit unserer Schülerband The Voices regelmäßig im Savoy - im Repertoire hatten wir Cliff Richard, The Shadows und natürlich auch Sachen von den Beatles“, erzählt er. Das Savoy war ein Tanzlokal am Marstall. „Das war wie im Hamburger Star Club. Unter der Woche spielte eine englische Band, die in einem heruntergekommenen Hotel irgendwo um die Ecke untergebracht war. Und am Wochenende gab es auch Bands aus Hannover,“ sagt Fischer. Solche Geschichten können hier alle erzählen, egal wie alt sie sind. Geschichten über die Beatles und über die eigene Liebe zu deren Musik. Wenn die Fans damit loslegen, hat der Beatles-Stammtisch etwas von einem Veteranentreffen. Der Unterschied ist, dass es hier nicht um gemeinsam erlebtes Leid, sondern um gemeinsam gelebte Leidenschaft geht.

Zum dreijährigen Bestehen hatte Stammtisch-Gründer Alfred Ebeling vergangenes Jahr einen ganz besonderen Gast eingeladen. Der Musikprofessor und Musiker Dominik Schirmer hat selbst bei Sir Paul McCartney an dessen Liverpooler Institute for Performing Arts studiert und doziert dort heute. Mit dem Beamer zeigt er Bilder von sich und dem Beatle und spielt Songs, die unter Aufsicht „des Meisters“ entstanden sind. Der Stammtisch erhält exklusiven Einblick in das berufliche Schaffen eines des berühmtesten lebenden Musikers der Welt. Bei einer Unterrichtsstunde, erzählt Schirmer, habe McCartney ihn gefragt, ob er einen Partner für sein Songwriting habe. Als er verneinte, sei McCartney kurz nachdenklich geworden und habe dann geantwortet: „Da habe ich damals wohl wirklich Glück gehabt.“

Die regelmäßigen Besucher bereiten jedes Mal ein unterhaltsames Programm aus Vorträgen, Auftritten oder Star-Gästen vor. Auch gemeinsame Ausflüge an historische Beatles-Stätten werden unternommen. Ebeling legt Wert darauf, dass jeder Gast willkommen ist. Die Stimmung ist herzlich und niemand soll sich dafür grämen, nicht zu wissen, dass „Billy J. Kramer and the Dakotas“ 1963 als erste Band - außer den Beatles - mit einem Lennon-McCartney Song einen Nummer-1-Hit in den britischen Charts hatten. Das war nämlich die erste Frage im Quiz.

Der Beatles-Stammtisch Hannover trifft sich das nächste Mal am 16. oder 23. Januar ab 18 Uhr. Nähere Infos gibt es unter www.beatles-stammtisch-hannover.de.

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