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Ost Planungen für altes Bundeswehrgebiet werden konkret
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Planungen für altes Bundeswehrgebiet werden konkret
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09:31 15.03.2018
Viel Grün: So soll die Gartenstadt aussehen. Quelle: Illustration: NLG
Bothfeld

Die Fassaden der Gebäude sind über und über mit Graffiti beschmiert und verwittert. Ein Großteil der Scheiben in den Fenstern ist zerbrochen. Andere haben gar keine Scheiben mehr. Die Innenräume erinnern an einen Dschungel. Lediglich die zugewucherten Heizungen geben einen Hinweis darauf, dass die verlassenen Gebäude einmal genutzt wurden. Schon lange ist die Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Bothfeld nicht mehr das, was sie einmal war. Seit die Bundeswehr den Standort 2001 aufgab, stehen die Gebäude leer. 

Seit einigen Jahren tut sich aber etwas in den Planungen für das 27 Hektar große Grundstück, das im Norden an die A 2 grenzt. Die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) hatte das Gelände 2016 gekauft und will dort die Gartenstadt Nord – eine Wohnsiedlung mit 575 Wohneinheiten – anlegen. Die aktuellen Entwicklungen hat der NLG-Geschäftsstellenleiter Andreas Kutscher in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide vorgestellt. 

„Ab 2019 wollen wir mit der Räumung des Geländes beginnen“, sagte Kutscher. Allein damit liegt viel Arbeit vor dem neuen Eigentümer. Die Gebäude müssen abgerissen werden, Bauschutt muss abgetragen und Betonböden beseitigt werden. „Ein besonders aufwendiger Schritt wird die Kampfmittelbeseitigung sein“, bemerkte Kutscher. Da die Kaserne im Zweiten Weltkrieg als Flak-Stützpunkt genutzt worden war, wurde sie häufig bombardiert. Ein großer Teil der kontaminierten Erde wurde nach dem Krieg vom Osten in den Westen des Grundstücks geschüttet. „Deshalb müssen wir die Erde im Westen einmal komplett durchsieben, bevor wir ans Bauen denken können“, erklärte der Geschäftsstellenleiter. „Die Fläche muss komplett frei von Rückständen sein.“ 

Dafür hat die NLG einen straffen Zeitplan. Momentan steht die Ausarbeitung eines Planentwurfs und das Einholen vieler Gutachten an, damit der Bebauungsplan 2019 genehmigt werden kann. Dann soll auch die Vermarktung erster Teilflächen an Bauträger beginnen. Bis 2023 sollen alle vier Bauabschnitte vermarktet sein. 

Darauf sollen vor allem Wohnhäuser entstehen. In der Mitte des Geländes soll eine Straße als Zuwegung zu den Häusern dienen, die lediglich über die General-Wever-Straße befahrbar ist. Rund um das Gelände seien allerdings weitere Wege für Fußgänger und Radfahrer geplant. „Eine Zufahrt über den Bahnstrift ist nicht geplant“, sagte Kutscher

Im Osten des Geländes ist ein Teil der Fläche für den Einzelhandel geplant. „Auf dem Areal sind allerdings höchstens 2000 Quadratmeter für Verkaufsflächen vorgesehen“, bemerkte Stadtplaner Uwe Holland. Zudem seien zwei Standorte für Kitas geplant. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen soll zusätzlich die Kapazität der Grundschule Tegelweg erhöht werden. „Das Neubaugebiet liegt im Einzugsgebiet der Schule, bei der sowieso schon lange Planungen für eine Vergrößerung laufen“, sagte Holland

Von Johanna Kruse

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