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Ost Fury in der Voßstraße
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Fury in der Voßstraße
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15:39 20.05.2014
Von Juliane Kaune
Fury-Drummer Schumann feierte am Sonnabend mit Freunden und Bekannten.
Fury-Drummer Schumann feierte am Sonnabend mit Freunden und Bekannten. Quelle: Poblete Young / Archiv
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Hannover

Fast genau ein Jahr ist es her: 25.000 Fans, die das Revival von Fury in the Slaughterhouse auf der Expo-Plaza feiern. Der 8. Juni 2013. Alle sechs Furys wieder vereint auf der Bühne. Aber nur für diesen einen Tag. Neuauflage nicht geplant. Nun gab es sie doch - und zwar in einer original Lister Variante. Es waren wieder alle sechs, doch dieses Mal spielten sie vor knapp 100 Leuten, und auf der Bühne war kaum Platz für die ganze Band. In der Bar XS All Areas in der Voßstraße gaben Kai und Thorsten Wingenfelder, Christof Stein-Schneider, Christian Decker, Gero Drnek und Rainer Schumann ein ganz besonderes Konzert: Fury-Drummer Schumann feierte am Sonnabend mit Freunden und Bekannten in dem Lokal von Alex Alexandrou seinen 50. Geburtstag - und seine Band-Kollegen schenkten ihm ein zweites Revival nach dem Auftritt auf der Expo-Plaza.

„Wenn ich an die Gage denke, die wir da bekommen haben, ist das hier ein ziemlich teures Geburtstagspräsent“, unkte Kai Wingenfelder ins Mikrofon. Und eines mit Außenwirkung: Nicht nur die Geburtstagsgesellschaft durfte zuhören, auch alle Passanten bekamen ein kostenfreies Live-Konzert geboten. Denn der Laden von Alexandrou trägt das XS in seinem Namen zu Recht. Er ist so klein, das die Gäste nicht alle Platz hatten, darum blieben Fenster und Türen offen, und ein Teil der Party spielte sich auf der Straße ab. Was Alexandrou mit Rücksicht auf die Nachbarschaft auf zahlreichen Handzetteln angekündigt hatte.

Doch etliche Nachbarn dürften sich ohnedies gefreut haben, eine Auswahl von Fury-Hits mitzuhören. „Won‘t forget these Days“, „Trapped today, trapped tomorrow“, „Kick it out of the Window“- die Band samt Geburtstagskind Schumann hatte sichtlich Spaß am Mini-Gig. Selbst Gitarrist Stein-Schneider, eigentlich eingefleischter Lindener, fühlte sich an diesem Abend wohl außerhalb seiner Stadtteilgrenzen. „Seit ich den Laden von Alex kenne, komme ich sogar hin und wieder mal in die List“, gab er zu - und setzte mit einer kleinen Spitze nach: „Die ganzen reichen Lister ziehen jetzt ja sowieso alle nach Linden.“

Noch mehr Songs kamen an diesem Abend von Geburtstagsgast Kuersche, mit dem Schumann, Decker und Drnek derzeit eine Band auf Zeit gegründet haben. Auch Oliver Perau, bekannt als Stimme von Terry Hoax und als sein musikalisches Alter Ego Juliano Rossi, lieferte. Er sang Schlager aus den 30-ger bis 50-ger Jahren - Lieder, die er und Schumann in einem Projekt für Demenzkranke spielen, um mit diesen eine Reise in die Vergangenheit zu machen. In der List spielt eben die Musik.

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