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Ost Gerichtsgebäude ist endlich verkauft
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Gerichtsgebäude ist endlich verkauft
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18:38 22.07.2009
Von Jutta Oerding
Das ehemalige Verwaltungsgericht in der Kolbergstraße wird aufwendig umgebaut.
Das ehemalige Verwaltungsgericht in der Kolbergstraße wird aufwendig umgebaut. Quelle: Nico Herzog
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Die Axia Wohnimmobilien GmbH plant dort 13 luxuriöse Eigentumswohnungen mit zwei bis fünf Zimmern, die größte Einheit soll sich über 263 Quadratmeter Wohnfläche erstrecken. Jahrelang waren die Bemühungen des Investors, das etwa 1450 Quadratmeter große Eckgrundstück zu vermarkten, fehlgeschlagen – trotz der hervorragenden Wohnlage.

Während auf einer anderen Baustelle der Axia in Döhren die Arbeit seit Wochen ruht, macht der begonnene Bau im Zooviertel beständig Fortschritte: An der Gneisenaustraße ist das verwilderte Grundstück bis ans Fundament ausgekoffert. Die Fensterscheiben mit den Rahmen sind überall entfernt, im Inneren des Gebäudes haben die Bauarbeiter den Putz von den Wänden geschlagen, die Deckenverkleidungen herausgerissen und die Balken zum Teil freigelegt.

Im Entwurf lässt sich die geplante Wohnanlage schon besichtigen – auf einer an der Fassade angebrachten Hinweistafel. Der für die Geschäfte der Axia zuständige Bauunternehmer war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen, der Architekt möchte sich zu den Plänen vorerst nicht äußern.

Das 1950 errichtete ehemalige Gerichtsgebäude, das dem Land gehörte, war vor sechs Jahren an die Axia GmbH gegangen, allerdings nur gegen Anzahlung und unter Vorbehalt. Für den perfekten Kaufvertrag machte der Investor eine bestandskräftige Baugenehmigung für 13 Wohneinheiten zur Bedingung. Daran scheiterte das Geschäft zunächst. Die GmbH plante für den Umbau einen großen Teil Büroflächen ein, den die Stadt nicht genehmigte. Denn der Bereich ist seit einigen Jahren reines Wohngebiet.

Zudem wurde 2005 ein Nachbarschaftsstreit vor dem Verwaltungsgericht zu Lasten des Investors entschieden. Die GmbH musste ihre Planungen überarbeiten, weil sie das Pförtnerhäuschen über den Garagen im Hof nicht mit vermarkten durfte. Jetzt liegt offenbar eine neue Baugenehmigung vor. „Wir haben das Grundstück im Frühjahr verkauft“, teilt der Sprecher des für Liegenschaften zuständigen Finanzministeriums mit.

Während die Axia die Arbeiten in der Kolbergstraße voranzutreiben scheint, ist ein anderes Projekt ins Stocken geraten: Auf der Großbaustelle an der Ecke Wiehbergstraße und Am Lindenhofe in Döhren stehen die Baumaschinen seit mehreren Wochen still. Nach den Plänen der Axia sollten die 35 auf dem Gelände vorgesehenen Mietwohnungen, die Büroflächen und die Tiefgarage bereits in diesem August bezugsfertig sein. Ein Grund für die Verzögerung sind laut Peter Schmidt, Geschäftsführer der ausführenden Firma Industriebau Wernigerode, finanzielle Unstimmigkeiten zwischen dem Investor und der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL), die das Gebäude nach der Fertigstellung von der Axia übernehmen will. Die Axia beteuert indes, dass die Arbeiten bald fortgeführt werden.

16.07.2009
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