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Ost Politik will Regeln für Trinkerszene im Roderbruch
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Politik will Regeln für Trinkerszene im Roderbruch
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10:00 19.04.2019
Kulturtreff Roderbruch ist eine Erfolgsgeschichte Quelle: Hans-Peter Wiechers
Groß-Buchholz

 Nicht nur hinter dem Hauptbahnhof sorgt die Trinkerszene für Ärger in der Nachbarschaft. Auch im Roderbruch fühlen sich Besucher des Kulturtreffs, der angrenzenden Kita und der IGS Roderbruch durch alkoholisierte Gruppen gestört, die sich in der Parkanlage des Schwardtmannschen Gartens treffen und dort wild urinieren, seitdem sie im vergangenen Jahr vom Roderbruchmarkt vertrieben wurden.

Der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld hat jetzt die Verwaltung aufgefordert, das Problem „umgehend“ im Interesse der Kinder und der benachbarten Grundschule zu lösen. Bei der Frage, wie das geschehen soll, gingen die Meinungen allerdings auseinander. SPD, FDP und Grüne wünschen sich regelmäßige Streifengänge der Polizei und den Abbau der Tischtennisplatten. Stattdessen soll die Anschaffung von Bänken, öffentlichen Toiletten und Mülleimern geprüft und ein sozialpädagogisches Konzepts zusammen mit der Trinkerszene erarbeitet werden. Die CDU stimmte der Forderung zwar grundsätzlich zu, lehnte jedoch die Anschaffung eines WC und die kollektive Diskussion von Verhaltensregeln zur Nutzung des Gartens ab. „Das klingt für uns nach betreutem Trinken“, spottete Bezirksratsherr Peter Hunze. Die Linke betonte dagegen, dass Trinker eine Rückzugsmöglichkeit in der Stadt bräuchten. Der Vertreter der Piraten mahnte, dass man Armut nicht ordnungspolitisch lösen könne.

Bereits in einer Sondersitzung im November hatte Ordnungsdezernent Axel von der Ohe dem Bezirksrat versprochen, dass die neuen Ordnungskräfte sich um die Situation im Schwardtmannschen Garten kümmern werden. Auf die Umsetzung will der Bezirksrat offensichtlich nicht länger warten.

Von Gabi Stief

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