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Ost Bothfeld soll bis 2022 einen Hochbahnsteig bekommen
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Hannover-Bothfeld: Bothfeld soll bis 2022 einen Hochbahnsteig bekommen

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00:15 04.06.2019
Haltestelle Bothfeld soll bis 2022 einen Hochbahnsteig bekommen. Quelle: Mario Moers
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Bothfeld

Nach einer Wartezeit von elf Jahren wird es im Sommer 2022 so weit sein: Die Haltestelle Bothfeld soll barrierefrei umgebaut werden. „Es fühlt sich plötzlich so konkret an“, sagte SPD-Vertreter Adis Ahmetovic erfreut in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide. Auch die zunächst geplante teilweise Rodung des Geschützten Landschaftsbestandteils (GLB) Metzhof für den Hochbahnsteig und die dazugehörigen Regen- und Schmutzwasserkanäle ist nun großenteils vom Tisch. Die Planer der Infrastrukturgesellschaft Region Hannover (Infra) haben sich nach Kritik – auch seitens des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide – doch für eine andere Variante entschieden. Die Kanäle sollen jetzt unter der Fahrbahn der Sutelstraße und der Kugelfangtrift verlegt werden. Diese Entscheidung stieß im Bezirksrat auf große Zustimmung.

Die frühere Alternative hätte zwar eine neun Monate kürzere Bauzeit bedeutet und rund 1,3 Millionen Euro weniger gekostet, aber nach Ansicht des städtischen Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün ohne Zweifel gegen die 2011 für den sogenannten Geschützten Landschaftsbestandteil Metzhof verabschiedete Satzung verstoßen. Das sahen auch die Grünen im Bezirksrat so. „Der GLB Metzhof ist durch eine Satzung geschützt, gegen die bei einer Realisierung an mehreren Stellen klar verstoßen würde“, las Dominik Stanke aus der Anfrage seiner Fraktion vor. Zur Beantwortung der Fragen nach anderen Planungsvarianten war Betriebsleiter Martin Vey vom Infra-Baumanagement in den Bezirksrat gekommen.

5 Prozent des Schutzgebietes hätten nach den ersten Entwürfen im Zuge des Planfeststellungsverfahrens für den Bau der Kanäle des Hochbahnsteigs abgeholzt werden müssen. Ganz ohne Baumfällungen gehe es aber auch bei der jetzt gewählten Variante nicht, erklärte Vey. „Ein bis zwei Meter am Rand werden wir brauchen.“ Die Fläche werde als Baustelleneinrichtungsfläche benötigt, sei jedoch erheblich kleiner als ursprünglich geplant.

Insgesamt 2,5 Millionen Euro kostet die neue Variante mit der Kanalverlegung unter den Straßen – die 1,2 Millionen Euro Differenz gegenüber der ursprünglichen Planung zahle die Stadtentwässerung komplett, sagte Vey. Der Vorteil: Sowohl der Großteil des Metzhofes als auch die 80-jährigen Abwasserkanäle würden bei dieser Variante unberührt bleiben und könnten stillgelegt werden. Da die Kanäle schnell erreichbar sein sollen, war eine Verlegung unter dem Hochbahnsteig nicht möglich. Der Autoverkehr könne während der Bauarbeiten die Straße nutzen, teilte Vey mit. Allerdings werde nun mit einer Bauzeit von 14 Monaten gerechnet.

Die Bushaltestelle der Linie 135 auf der Kugelfangtrift soll auch nach der Fertigstellung des Hochbahnsteigs in etwa am selben Platz erhalten bleiben. Während der Bauarbeiten wird die Haltestelle der Stadtbahnlinie 9 in die Kurve der Sutelstraße verlegt. Das Planfeststellungsverfahren soll jetzt abgeschlossen werden – vorausgesetzt, alle zuständigen Behörden stimmen der neuen Variante zu. Der städtische Fachbereich Umwelt und Stadtgrün hat bereits seine Zustimmung signalisiert.

Im zweiten Quartal 2020 soll der Leitungsbau beginnen. Dabei sollen Gas- und Wasserleitungen, ein Schmutz- sowie Regenwasserkanal und die Querung der Stromtrasse gebaut werden. In den Sommerferien 2021 wird mit dem Gleisbau begonnen, im Frühjahr 2022 soll der Hochbahnsteig in Betrieb genommen werden. „Seit elf Jahren ist es der erste Hochbahnsteig, der in Bothfeld gebaut wird“, freute sich Eike Bredow (CDU) im Bezirksrat.

Von Laura Ebeling

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