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Hannover-Sahlkamp: Stadtteilbauernhof feiert zum sechsten Mal Schafschurfest

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00:16 20.05.2019
Werkeln mit Wolle: Die siebenjährige Lina-Tamea (vorn) unter Anleitung beim Schafschurfest auf dem Stadtteilbauernhof. Quelle: Moritz Frankenberg
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Sahlkamp

Bei strahlendem Sonnenschein haben die neun Schafe des Stadtteilbauernhofs im Sahlkamp jetzt ein passendes Sommerkleid bekommen: Schafscherer Hartmut Bosse schor das dicke Fell der Tiere zum luftigen Kurzhaarschnitt. Bereits zum sechsten Mal hat der Bauernhof das Schafschurfest veranstaltet – und auch dieses Mal gab es dabei großen Andrang. Rund 150 Kinder und 60 Erwachsene waren in den Rumpelstilzchenweg im Sahlkamp gekommen, um selbst den Weg vom Schaffell zur Wolle mitzuerleben.

„Mühsame Arbeit“

Waschen, kämmen, spinnen, färben, weben und filzen: Insgesamt sechs verschiedene Stationen hatten die Organisatoren rund um Bauernhofleiterin Angelika Bergmann aufgebaut, um den Kindern spielerisch den langwierigen Prozess zum fertigen Wollknäuel zu verdeutlichen. „Es ist eine sehr mühsame Arbeit, und es ist auch unser Interesse das den Kindern so zu vermitteln“, sagt Bergmann. Rund dreieinhalb Kilo Fell gibt jedes der Tiere ab. Allerdings kann es noch nicht gleich nach der Schur verarbeitet werden. Nach dem Waschen müssen die Felle erst einmal trocknen. Daher werde an den weiteren Stationen mit dem Schaffell aus dem vergangenen Jahr gearbeitet, erläuterte Bergmann.

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Nach dem Trocknen wird das Fell mit Drahtbürsten in zwei Schritten gekämmt, sodass ein Filz entsteht. Mit diesem konnten die Kinder entweder Figuren basteln oder Wolle spinnen. Die Wolle konnte dann eingefärbt und auch direkt verwebt werden, wofür sich unter anderem die siebenjährige Lina-Tamea begeisterte. „Es war ein tolles Fest mit einer schönen Atmosphäre und super neugierigen Gästen“, meinte Bergmann erfreut. Schafscherer Bosse hatte sich viel Zeit für Fragen der Kinder und Erwachsenen genommen – seine Schur hatte daher auch rund zwei Stunden gedauert. „Früher habe ich die Tiere immer noch selbst geschoren, aber dann habe ich keine Zeit mehr für die Gäste“, sagte Bergmann.

Für die Besucher gab es gegen eine Spende für den Stadtteilbauernhof Lammbratwurst von den eigenen Lämmern und Rinderbratwurst zur Stärkung. „Im nächsten Jahr wird es wieder ein Schafschurfest geben“, kündigte Bergmann an.

Offene Tür für Kinder

Neben Schafen beherbergt der Stadtteilbauernhof unter anderem auch Hühner, Enten, Ziegen, Pferde und Kaninchen. Nach dem Prinzip der offenen Tür können Sechs- bis 14-Jährige dort das Leben auf dem Bauernhof kennenlernen. Die Kinder und Jugendlichen können montags, dienstags, donnerstags und freitags von 14.30 bis 18 Uhr einfach vorbeikommen, die mehr als 50 Tiere anschauen und auf einem Hektar Land ihren Spaß haben. Dabei verfolgt der Stadtteilbauernhof, Rumpelstilzchenweg 5, seit der Gründung vor 20 Jahren eine spezielle Strategie: erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Die Kinder sollen lernen, nicht nur zu konsumieren, sondern dass hinter vielen Produkten auch harte Arbeit steckt. Nachdem der Stall ausgemistet wurde, darf zum Beispiel auf dem Pferd geritten werden.

Für Schulklassen und Kindergartengruppen gibt es vormittags zwischen 10 und 13 Uhr die Möglichkeit, Veranstaltungen rund um die Nutztierhaltung und Verarbeitung von Naturprodukten zu buchen. Weitere Informationen bekommen Interessierte im Internet unter www.stadtteilbauernhof-hannover.de oder unter der Telefonnummer (0511) 6044703.

Von Laura Ebeling

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