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Ost Johanneskirche wird am Sonntag entwidmet
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Johanneskirche wird am Sonntag entwidmet
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21:03 15.07.2014
Von Mathias Klein
Ein letztes Orgelspiel vor dem Abschied: Pastor Ulrich Pehle-Oesterreich und seine Gemeinde müssen umziehen. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Das Altarkreuz und die Abendmahlsuntensilien werden nach einem kurzen Gottesdienst am Sonntagmittag in einer feierlichen Prozession von der Johanneskirche zur Matthäuskirche am Lister Kirchweg getragen. Dann werden die Gottesdienste der Lister Johannes- und Matthäus-Kirchengemeinde nur noch in der Matthäuskirche gefeiert.

Die Johanneskirche wird ab dem Herbst zu einem Wohngebäude umgebaut. Ein Investor setzt zwei zusätzliche Stockwerke auf das Gebäude, insgesamt entstehen dort sechs Wohnungen für Familien, zusätzlich werden für die Bewohner Gemeinschaftsräume eingerichtet.

Die Gruppen der Kirchengemeinde, die sich bisher in den Gemeinderäume neben dem Kirchenraum getroffen haben, ziehen in das bisherige Pfarrhaus. Pastor Ulrich Pehle-Oesterreich ist mit seiner Familie ausgezogen, derzeit bauen Handwerker das Haus für seinen neuen Zweck um.

Pehle-Oesterreich berichtete am Dienstag, dass die Räume an der Bothfelder Straße die Kirchengemeinde pro Jahr 30.000 bis 40.000 Euro gekostet hätten, die sowohl in die Bauerhaltung als auch in die Heizkosten für das ungedämmte Gebäude geflossen seien. Weder von der Landeskirche noch vom Stadtkirchenverband gibt es dafür Geld. Außerdem ist die Zahl der Mitglieder in der Kirchengemeinde seit Jahren rückläufig, allerdings nicht so stark wie in anderen Kirchengemeinden der Stadt. Im Jahr 2006 hatte die Gemeinde noch 6000 Mitglieder, Ende vergangenen Jahres waren es 5700.

Am Sonnabend feiert die Gemeinde ein Sommerfest, dazu gehört auch ein Feuerwerk nach Einbruch der Dämmerung. Am Sonntag erklingt dann zum letzten Mal die Orgel. Sie konnte an eine katholische Kirchengemeinde in der Nähe von Gießen verkauft werden. Was mit den Glocken passiert, ist noch unklar. Der Glockenturm soll stehen bleiben.

Die Johanneskirchengemeinde und die Matthäuskirchengemeinde waren 2006 fusioniert. Die Räume in der Johanneskirche wurden seitdem vor allem für Krabbel- und für Kindergruppen genutzt. In der Johanneskirche fanden Familien- und Krabbelgottesdienste statt.

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