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Ost Käfer fressen sich in Bäume
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Käfer fressen sich in Bäume
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11:50 08.03.2012
Von Sandra Brinkmann
Unter Beobachtung: Die Apfeldornbäume an der Bödekerstraße. Quelle: Brinkmann
Oststadt

Rund hundert weiß-blühende Apfeldornbäume standen einmal in dem Abschnitt der Bödekerstraße zwischen Wedekind- und Hohenzollernstraße. Seit 2008 wurde jedoch fast die Hälfte gefällt. Auch in diesem Jahr müssen wieder ein Dutzend Bäume weichen. Grund dafür ist der immer noch aktive Birnenprachtkäfer, wie die Stadt mitteilt. Dieser ist allerdings alles andere als prächtig.

Der meist metallisch-grün bis kupferfarben glänzende Käfer legt seine Eier in den Ritzen der Baumrinden ab. Wenn die Larven schlüpfen, bohren sie sich bis in den Stamm und fressen sich in zickzackartigen Gängen durch den Apfeldorn. Die Folge: Dessen Wasserversorgung wird empfindlich gestört, er wird krank und marode. Am Ende brechen Äste ab und drohen, auf Passanten und Autos herabzufallen.

Seit Jahren ärgern sich Anwohner der Bödekerstraße über den Schwund der teilweise prächtigen Bäume, die das Straßenbild in dem Gründerzeitviertel prägen. Chemisch behandelt werden können die kranken Bäume nicht. Auf öffentlichen Verkehrsflächen dürften Schädlingsbekämpfungsmittel nicht angewendet werden, teilt die Stadt mit. Zudem sei der Birnenprachtkäfer eine geschützte Art und dürfe deshalb nicht vernichtet werden.

Die Stadt ersetzt die kranken Bäume nach und nach durch Blaseneschen. Apfeldornbäume sollen dort nicht wieder gepflanzt werden. Es sei davon auszugehen, dass der Käfer sich umgehend wieder über die Bäume hermache. Die drei Meter hohen Ersatzbäume können noch nicht mit den knapp fünf Meter hohen Apfeldornbäumen mithalten. Und so sieht es an einigen Stellen der Bödekerstraße trotz der Neupflanzungen ein wenig kahl aus. Im Hochsommer könnte zumindest ein Teil der alten Pracht an die Bödekerstraße zurückkehren. Dann blühen die Blasen-eschen knallgelb.

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