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Ost Kein Durchkommen im Notfall?
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Kein Durchkommen im Notfall?
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12:00 28.05.2015
Von Christian Link
Noch sind die Radfahrer auf der Kirchröder Straße vom Autoverkehr durch Hochbord und Parkstreifen getrennt. Doch das könnte sich bald ändern Quelle: Christian Link
Kleefeld

Die Verkehrssituation am Hochbahnsteig Uhlhornstraße beunruhigt den Bezirksrat Buchholz-Kleefeld. Rot-Grün kritisiert, dass es für Rettungswagen oder Feuerwehrfahrzeuge zeitweise kein Durchkommen gibt. Denn an der betreffenden Stelle teilen sich Autos und Stadtbahnen einen Fahrstreifen, die übrige Straße wird als Parkstreifen genutzt. „Ein Einsatzfahrzeug kann so eine am Hochbahnsteig haltende Stadtbahn gegebenenfalls nicht passieren und verliert wertvolle Zeit, die Leben kosten kann“, mahnen die beiden Fraktionen. Ihr gemeinsamer Antrag an die Stadtverwaltung fand in der jüngsten Bezirksratssitzung trotz heftiger Kritik eine Mehrheit.

Um das Problem zu lösen regt Rot-Grün eine Straßenumgestaltung an. Demnach sollen Radweg und Parkstreifen die Plätze tauschen, sodass eine ähnliche Verkehrssituation wie 400 Meter weiter am Kantplatz entsteht. Dort parken die Autos bereits auf dem Hochbord, während sich der Radfahrstreifen direkt neben der Fahrbahn befindet. Dadurch können Einsatzfahrzeuge im Notfall über den Fahrradweg fahren.

„Die Radfahrer jetzt als Poller auf die Straße bringen“

„Ein solcher Tausch wäre für uns ein Schildbürgerstreich“, kritisiert der CDU-Fraktionsvorsitzende Eike Borstelmann. Er sieht keinen Anlass für „diese unsinnige Veränderung“ zulasten der Radfahrer. Die teilweise chaotische Verkehrssituation am Kantplatz sei zudem kein Vorbild, dem man nacheifern solle. „Ich bin nicht dafür, die Radfahrer jetzt als Poller auf die Straße zu bringen“, sagt auch der parteilose Bezirksratsherr Karsten Plotzki.

Unterstützt werden die Antragsgegner von drei Bürgern, die in der Sitzung kurzerhand zu Sachverständigen nach Paragraf 31 der Rats-Geschäftsordnung ernannt werden. „Wir sind uns einig, dass eine solche Umgestaltung schlecht für die Radfahrer wäre“, sagt Hans-Christian Edelmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC). Weil auf der Kirchröder Straße Tempo 50 gilt, hält er dort aus Sicherheitsgründen eine bauliche Trennung von Radweg und Fahrbahn für wichtig. Das Beispiel Kantplatz zeige zudem, dass viele Autofahrer auch den Radfahrweg mitbenutzen, obwohl das ausdrücklich verboten ist.

Aufgrund der Kritik ändert Rot-Grün den Antrag in einen Prüfantrag um, bevor sie ihn mit ihrer Bezirksratsmehrheit beschließt. CDU-Fraktionschef Borstelmann hält das allerdings für eine reine Schönheitskorrektur. „Letztlich sind alle Anträge, die wir im Bezirksrat beschließen nur Prüfanträge“, merkt er an. Schließlich könne die Verwaltung das Gremium immer überstimmen.

Das wird vermutlich auch diesmal der Fall sein. Schon im Juni 2014 hatte Bezirksratsherr Plotzki eine Anfrage zur Verkehrssituation an der Uhlhornstraße an das Rathaus gestellt. Die Stadt sah damals „keinen Handlungsbedarf“ und verteidigte den Parkstreifen: „Die Verkehrssicherheit wird durch parkende Fahrzeuge erhöht, da so das Überholen der haltenden Stadtbahn an der Haltestelle und das Wiedereinscheren kurz vor der anfahrenden Stadtbahn verhindert wird“, heißt es in einem Schreiben an den Bezirksrat. Auch Üstra und Feuerwehr sahen damals laut Stadtverwaltung keine Probleme mit der Verkehrslage rund um den Hochbahnsteig.

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