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Ost Kleefeld leuchtet im dritten Jahr
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Kleefeld leuchtet im dritten Jahr
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11:00 26.10.2018
Kleefeld leuchtet - und Sophie leuchtet mit. Quelle: Hans-Peter Wiechers
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Kleefeld

Wenn es in Kleefeld grün leuchtet, sind weder grüne Sternschnuppen unterwegs, noch wurden die Straßenlampen angemalt. Kleefelder kennen mittlerweile die ungewöhnliche Kunstaktion des Lichtbildhauers Franz Betz (mit Hut und Brille), die seit zwei Jahren im Oktober stattfindet, kleine und große Lichtkünstler im Stadtteil eine Woche lang zusammenbringt und viele Sponsoren hat.

Als Eröffnungsbühne hatte der rührige Erfinder von „Kleefeld leuchtet“ in diesem Jahr die historische (zugemauerte) Fassade des Kleefelder Bahnhofs ausgewählt, die sich nach Einbruch der Dunkelheit in eine experimentelle Leuchtmalwand verwandelte. Mit den Lichtern ihrer Taschenlampen und Handys zeichneten die Besucher Leuchtspuren auf die Mauerflächen, die von Franz Betz mit reflektierender Farbe präpariert worden waren.

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Kleefeld leuchtet - und Sophie leuchtet mit. Quelle: Hans-Peter Wiechers

Zuvor hatten die Mädchentanzgruppe des Jugendtreffs Camelot und die Hamburger Band Klubz­mer die Besucher unterhalten. Prominente Stadtteilbewohner hielten Grußreden. So verriet Enercity-Chefin Susanna Zapreva, dass sie Grün für eine sehr schöne Farbe halte, da ihr Unternehmen seit Längerem für grüne Energie werbe.

Reinhard Spieler, Neu-Kleefelder und nebenbei Direktor des Sprengel-Museums, lobte die Idee, mit angemalten CDs Lichtpunkte in den Bäumen rund um Kirchröder Straße und Berkhusenstraße zu setzen. Tatsächlich haben in diesem Jahr ausrangierte Musik-CDs und PC-CDs, die von Jugendlichen gesammelt, bemalt und zu sogenannten Lichtfängern gestaltet wurden, die Leuchtkugellampen der vergangenen Jahre abgelöst. Ein „Schwarmkunstwerk“ nennt Franz Betz die Lichtinstallationen mit Silberscheiben.

Bis zum Sonntag, 28. Oktober leuchten nach Sonnenuntergang Installationen am Dreieck Widemannstraße/Stenhusenstraße, an der Kirchröder Straße 13 (Vorplatz der Alice-Salomon-Schule) und an der Ecke Wallmodenstraße/Ebellstraße. Am Sonnabend, 27. Oktober findet die Finissage des Projekts „Kleefelds unentdeckte Plätze“ ab 19 Uhr am Schweriner Platz statt, zu erleben ist die Lichtinstallation „Kleefeld“ von Michaela Hanemann. Davor gibt es ab 15 Uhr eine Pflanzaktion. Am kommenden Sonntag geht die Projektwoche um 15 Uhr mit dem Bau einer sogenannten Generationsskulptur im Hof des neuen Kulturtreffs Hölderlin Eins zu Ende.

Von Gabi Stief

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