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Ost Kräftige Farben statt grauer Tristesse
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Kräftige Farben statt grauer Tristesse
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11:20 27.08.2009
Die Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz hat ihren Häusern an der Podbielskistraße einen auffälligen Anstrich verpasst. Quelle: Piepho

Auch wenn die Podbielskistraße an einigen Stellen mit liebevoll sanierten Jugendstilbauten glänzt: Viele der einst aus einfachen Materialien und in die Jahre gekommenen Mehrfamilienhäuser aus der Nachkriegszeit könnten dringend einen neuen Anstrich gebrauchen. Das hat auch die Wohnungsgenossenschaft Kleefeld-Buchholz erkannt und dem eigenen Bestand an der Pobi / Ecke Achenbachstraße nicht nur eine Wärmehülle verpasst. „Wir haben uns von Experten beraten lassen und die sieben Häuser anschließend in warmen Erdtönen gestrichen“, sagt Carsten Kiemann, der technische Leiter der Wohnungsgenossenschaft.

Einen hellen und freundlichen Eindruck sollen die Domizile künftig vermitteln – nicht nur von außen. Und deshalb hat das Wohnungsunternehmen auch den Treppenhäusern aller Objekte neuen Glanz verpasst. Knapp eine halbe Millionen Euro hat sich die Wohnungsgenossenschaft die Arbeiten kosten lassen. „Wir haben festgestellt, dass sich durch kontinuierliches Investieren Leerstände abbauen lassen“, sagt Kiemann.

Mittlerweile seien etliche Straßenzüge saniert. Gute Beispiele liefern die Berckhusenstraße und der Schaperplatz in Kleefeld. Hier haben die Häuserreihen nach der Wärmedämmung einen neuen Anstrich verpasst bekommen, gleichzeitig wurden an bestehenden Gebäuden mehr als 100 Balkone installiert.

Das Konzept des neuen Vorstands um Christian Petersohn scheint sich auszuzahlen: Für gerade einmal zehn der insgesamt 4100 vorwiegend in den östlichen Stadtteilen gelegenen Wohnungen sucht Kiemann derzeit Mieter. „Der alte Vorstand hatte uns mehr als 300 leere Wohnungen hinterlassen“, resümiert der Genossenschaftsmitarbeiter.
Die Mieter an der Podbi profitieren künftig von der mit einem 16 Zentimeter starken Wärmeverbundsystem gedämmten Fassade – die gesetzliche Energieeinsparverordnung fordert zwölf Zentimeter Stärke. Sie können mit deutlich höherem Wohnkomfort bei niedrigeren Heizkosten rechnen. Dazu trägt auch die Isolierung des Dachbodens bei.

Schon im kommenden Frühjahr soll es wenige Meter weiter rechts und links des sanierten Komplexes weitergehen. Denn in der Corinthstraße und in der Achenbachstraße besteht nach Meinung Kiemanns ebenfalls dringender Handlungsbedarf. „Unser Ziel ist es, jedes Jahr ein neues Objekt zu modernisieren“, sagt Carsten Kiemann.

Von Tanja Piepho

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