Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ost Lärmschutzwand gefährdet Fußgänger
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Lärmschutzwand gefährdet Fußgänger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:15 11.09.2009
Lärmschutzwände am Eulenkamp behindern die Sicht.
Lärmschutzwände am Eulenkamp behindern die Sicht. Quelle: Piepho-Schwien
Anzeige

Des einen Freud, ist des anderen Leid: Die Lärmschutzwand, die die Anwohner des Eulenkamps in Höhe des Mittellandkanals vor Emissionen auf der Kanalbrücke und Rampe schützen soll, beschäftigt seit ihrem Bau vor mittlerweile mehr als sechs Jahren die Politiker im Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide – und die Stadtteilbewohner.

Aus Sicht von Bodo Deubel hat sich der Eulenkamp in Höhe des Kanals mit dem Bau der Mauer vor allem für Schulkinder zu einer echten Gefahrenstelle entwickelt. Wegen der knapp zwei Meter hohen Lärmschutzwand ist die Sicht auf herannahende Fahrzeuge stark eingeschränkt. „Das ist mehr als unglücklich, denn die meisten Fahrzeuge fahren zu schnell, erkennen die Ampel zu spät und fahren trotz Rotlicht durch“, klagt der Vater zweier Kinder und nutzte die Einwohnerfragestunde des Stadtteilparlaments, um seinem Ärger Luft zu machen. Seine Frau selbst hat bereits einen Beinaheunfall mit Tochter Lea erlebt. Das damals neunjährige Mädchen lief bei Grün auf die Straße und konnte sich nur durch einen Sprung zur Seite retten, als ein Auto hinter der Mauer hervorgeschossen kam. Nun fordert Deubel ebenso wie andere Eltern der Hoffmann-von-Fallersleben-Schule bauliche Veränderungen an der Mauer. „Man könnte die Wand mit Fenstern versehen oder kürzen“, schlägt Bodo Deubel vor. „Aus physikalischer Sicht dürfte das ganze Bauwerk für die Bewohner der benachbarten Mehrfamilienhäuser ohnehin kaum nutzen bringen“, vermutet der Bothfelder.

Die Bezirksratsfrau Claudia Heinrich beklagt zudem, dass Passanten mitunter bis zu sechs Minuten warten müssen, bis die Ampel für Fußgänger auf Grün umschaltet. „Die Rotphase ist zu lang, da wird das Warten vor allem für Kinder zu einer Geduldsprobe“, sagt Heinrich. Die Verwaltung zeigte sich von den Missständen und den Schilderungen Deubels nicht sonderlich beeindruckt. „Wir haben mittlerweile eine Haltelinie aufgebracht, damit konnten wir einen Spielraum zwischen haltenden Fahrzeugen und Übergang schaffen“, erklärte Stadtbezirksmanagerin Martina Raab. Weitere Vorkehrungen lehne die Verwaltung vorerst ab.

cok