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Ost Neue Fahrzeughalle für die Feuerwehr
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Neue Fahrzeughalle für die Feuerwehr
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13:06 10.10.2013
Die Rettungs- und Feuerwache 5 neben dem „Telemax“ wird ausgebaut. Quelle: Marcel Schwarzenberger
Groß-Buchholz

Die knapp 100 Feuerwehrleute der Rettungs- und Feuerwache 5 müssen viele Aufgaben bewältigen. Löscheinsätze fallen darunter, aber auch Sonderaufgaben. Wenn es hart auf hart kommt, wird schweres Gerät von der Wache an der Karl-Wiechert-Allee in Bewegung gesetzt. All das Material braucht aber Platz – und davon hat der Standort seit Jahren zu wenig. Nach Ausbauarbeiten vor einigen Jahren in Stöcken und dem jüngst begonnen Neubau der Rettungs- und Feuerwache 1 in der Nordstadt soll nun auch im Osten investiert werden. Für 1,54 Millionen Euro lässt die Stadt für die Groß-Buchholzer Wache eine neue Fahrzeughalle bauen. Die Beschlussdrucksache durchläuft derzeit die politischen Gremien; als erstes stimmte der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld nun dem Vorhaben einmütig zu. Noch im Herbst dieses Jahres sollen die Bauarbeiten beginnen, im Sommer 2015 sollen sie beendet sein.

Neue Pumpwerkstatt erleichtert die Wartung

Eine der Spezialaufgaben der Feuerwache hat direkt mit dem Hallenbau zu tun: „Es wird eine Pumpenwerkstatt in den Bau integriert“, sagt Feuerwehrsprecher Michael Hintz. Die hannoversche Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr verfügen zusammen über 50 Löschfahrzeuge, die mit Pumpen ausgestattet sind. Jedes dieser Fahrzeuge muss regelmäßig gewartet werden. Das geschieht in der sogenannten Pumpen- und Geräteprüfwerkstatt in Groß-Buchholz. Bei der Wartung kommen umfangreiche Prüfverfahren zum Einsatz. In dieser Zeit stehen die zu wartenden Fahrzeuge unter freiem Himmel. „Im Neubau ist dann alles wettergeschützt“, sagt Hintze.

Die Rettungs- und Feuerwache 5 kann bislang wenig mehr als ihre eigenen Fahrzeuge für das normale Tagesgeschäft unterbringen. Zwei Rettungswagen und ein Intensivtransportwagen – ein Spezialgefährt für Krankentransporte in ganz Niedersachsen – gehören dazu. Zudem ein Löschzug mit einem VW-Bus als Einsatzleitfahrzeug, zwei Löschfahrzeugen und einem Drehleiterwagen. Künftig soll die Wache noch einen weiteren Löschzug als Reserve aufnehmen. Auch der bekommt in der neuen Fahrzeughalle einen wetterfesten Platz. Die Reservefahrzeuge kommen zum Einsatz, wenn anderes Gerät gewartet werden muss.

„Schwere technische Hilfeleistung“

Die Nähe zum Messeschnellweg und zur Autobahn macht die Wache zu einem besonderen Standort. „Schwere technische Hilfeleistung“ heißt der Sammelbegriff für die Sonderaufgaben im Feuerwehrjargon. Dazu gehört buchstäblich schweres Gerät: Etwa ein Kran, der Lasten bis zu 60 Tonnen heben kann. Die gesamte Feuerwehr hat nur zwei Stück von diesen Kraftprotzen, die etwa bei Autobahnunfällen selbst Lastwagen hochheben können. Der andere Kran steht in Stöcken. Sein Gegenstück in Groß-Buchholz kam vorige Woche bei der Bombenentschärfung in der City zum Einsatz. „Er hat die Hochseecontainer platziert“, berichtet Hintz. Die mit Wasser und Sand gefüllten Container hätten im Falle einer Explosion die Druckwellen abfangen sollen. Andere Geräte gibt es nur in Groß-Buchholz, darunter ein Spezialfahrzeug mit einem Teleskopmast, der bis zu einer Höhe von 54 Metern ausgefahren werden kann – bestückbar mit Rettungskorb oder Wasserwerfer.

Die Wache beherbergt zudem die Höhenretter der Feuerwehr samt Ausrüstung sowie ein Spezialfahrzeug, das hydraulische Geräte oder auch Plasmaschneider zum Einsatzort transportiert. Auch die Rettungsbühne, mit der stark übergewichtige Menschen aus Häusern geholt werden können, hat ihren Platz in Groß-Buchholz.

Von Marcel Schwarzenberger

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