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Ost Neues Wohnhaus ohne Barrieren
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Neues Wohnhaus ohne Barrieren
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13:10 28.06.2012
Von Christian Link
Der Neubau setzt sich deutlich von den älteren Häusern im Dohmeyers Weg ab. Quelle: Christian Link
Kleefeld

Das neue viergeschossige Gebäude im Dohmeyers Weg hat die Hausnummer 7, eine Nummer 5 gibt es im dort nun nicht mehr. Das Haus umfasst neun Wohnungen und ein Penthaus im Dachgeschoss. Die Hälfte sei bereits vergeben, sagt Architekt Peter Zenker. „Es gibt eine sehr große Nachfrage nach behindertengerechtem Wohnen.“

Für die beiden Häuser, die früher dort standen, gab es keine Rettung mehr. Zenker hätte zumindest das Hinterhaus gerne saniert und zu Maisonette-Wohnungen ausgebaut. „Die ursprüngliche Idee war, das hintere Gebäude zu erhalten und vorne zur Straße ein Pendant zuschaffen“, sagt er. Der Zustand der beiden Häuser aus den 1920er Jahren habe jedoch nur noch den Abbruch zugelassen; Feuchtigkeitsschäden und Schädlinge hätten die Bausubstanz zerstört. „Nach dem Abriss stank die Luft nach Schimmel und Feuchtigkeit“, beschreibt der Architekt den Zustand.

Das neue Wohnhaus soll sich durch die Proportionen seiner Fenster ein wenig in das Straßenbild einfügen. Weitere Zugeständnisse an die sehr unterschiedliche Umgebung gibt es nicht. „Als zeitgenössischer Architekt muss man auch einen Bogen zur zeitgenössischen Architektur schlagen“, erläutert Zenker. Es habe keinen Sinn zu „historisieren“. Augenfällig wird außer der nüchternen Fassade der geplante Grünstreifen sein, der als Begrenzung zur Straße gedacht ist. Momentan ist dieser aber noch nicht mehr als ein brauner Erdstreifen. Dieser befindet sich im Besitz der Stadt. Die Verwaltung wolle den Straßenraum in Dohmeyers Weg künftig breiter gestalten und diese Abgrenzung zur Fahrbahn für alle neuen Gebäude vorschreiben, sagt Zenker.

Die ersten Mieter werden zum 1. Juli einziehen. Derzeit werden an den Wohnungen nur noch Restarbeiten vorgenommen. Die 50 bis 80 Quadratmeter großen Wohneinheiten enthalten eine umfassende behindertengerechte Ausstattung: extra breite Türen, behindertengerechte Toiletten und Duschen, einen Fahrstuhl in alle Etagen und sogar Nischen neben der Tür, in denen Rollstühle abgestellt werden können. Die Wohnungen haben zwar nur wenige Räume, diese sind aber besonders großzügig geschnitten.

Zu jeder Mietwohnung gehört ein Balkon. Von jedem einzelnen können die Hausbewohner in den fast 500 Quadratmeter großen Hinterhof sehen. Auf der einen Hälfte der Fläche wird noch ein Garten angelegt, auf der anderen sollen ein Carport und Parkplätze für insgesamt elf Fahrzeuge entstehen.

„Wir haben für jede Wohnung mindestens einen Stellplatz, obwohl das für das seniorengerechte Wohnen nicht vorgeschrieben ist“, sagt Zenker. Auch hätte das Grundstück noch intensiver bebaut werden können, aber auch davon habe der Investor abgesehen. „Es ging ihm nicht darum, den maximalen Gewinn herauszuholen. Die Idee war, seniorengerechte Wohnungen zu bauen“, sagt der Architekt.

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