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Roderbruchmarkt wird nun
 doch nicht umgestaltet
Hannover Aus den Stadtteilen Ost 
Roderbruchmarkt wird nun
 doch nicht umgestaltet
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10:34 19.03.2010
Kein Bedarf für Verschönerung: Der Roderbruchmarkt.
Kein Bedarf für Verschönerung: Der Roderbruchmarkt. Quelle: Zgoll
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Die Stadt muss sparen und hat in diesem Jahr das Budget für das Förderprogramm „Hannover schafft Platz“ von 750.000 auf 300.000 Euro gekürzt. Das trifft auch den Roderbruchmarkt, der nicht in das Programm aufgenommen wird, wie es der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld vor einigen Monaten per interfraktionellem Antrag gefordert hatte. „Der Markt ist gestalterisch in Ordnung; es gibt keinen Grund, ihn ins Stadtplatzprogramm aufzunehmen“, führt Stadtsprecher Dennis Dix einen weiteren Grund an.

Die Stadtteilpolitiker sehen das anders. Dem Roderbruchmarkt fehle es an „Wohlfühlcharakter“ und er werde seiner Aufgabe als ein Zentrum für Groß-Buchholz nicht gerecht – so hatte der Bezirksrat seinerzeit argumentiert. Das weitaus größte Problem für die Zukunft des Marktes mit seiner Ladenzeile sah das Gremium jedoch in der geplanten Ansiedlung des Edeka-Centers.

Wie berichtet, gab es ein langes Gezerre um den endgültigen Standort des Supermarkts, das sich erst vor wenigen Wochen gelöst hatte. Offen war aus Sicht des Bezirksrats zudem, ob der schon lange am Markt existierende kleinere Edeka-Markt fortbestehen würde, wenn das E-Center kommt. „Wir hatten die Befürchtung, dass der Roderbruchmarkt abgehängt wird“, sagt Bezirksbürgermeister Georg Fischer. Das mögliche Szenario: Edeka hinterlässt ein leeres Geschäft und bezieht dafür einen weit größeren Supermarkt, der so weit entfernt vom Marktplatz ist, dass die verbleibenden Geschäfte unter Kundenschwund zu leiden hätten. Mit Hilfe des städtischen Programms hätte der Markt auf diese Situation vorbereitet werden sollen. Inzwischen haben sich einige Dinge geklärt. Das neue E-Center mit seinen rund 3100 Quadratmetern soll Ende 2011 an der Winkelriede eröffnen – nahe am Stadtbahnüberweg zum Roderbruchmarkt. „Das ist unser Wunschstandort“, sagte Fischer. Denn so sei die Verbindung zwischen Supermarkt und den Geschäften auf dem Roderbruchmarkt gesichert. Auch der kleinere Edeka-Markt soll nicht einfach schließen. „Aus ihm wird vermutlich ein NP-Markt; der Mietvertrag für das Geschäft ist jetzt verlängert worden“, sagt Fischer. „Es gibt also keine akute Gefahr mehr für den Marktplatz.“ Insofern könne er mit der Entscheidung der Stadtverwaltung gut leben. „Zumal es ja noch die Postbank und die Sparkasse vor Ort gibt.“

Ganz unproblematisch ist die Situation auf dem Roderbruchmarkt dennoch nicht. Immer wieder klagen Anlieger über Müllecken, auch der Baumbestand bedarf besserer Pflege. Verschiedene Eigentümer teilen sich Aufgaben wie Reinigung oder Baumpflege. Das funktioniere nicht immer reibungslos, weiß Fischer. Immerhin will die Stadtverwaltung nun prüfen, wie die Pflege der Platzflächen verbessert werden kann. Der „Runde Tisch“, eine vom Verein „Stadtteilgespräch Roderbruch“ sowie anderen Akteuren im Jahr 2005 gegründete Arbeitsgruppe, will nun die privaten Eigentümer für Aufwertungsprojekte gewinnen. „So könnten kleinere Mängel dauerhaft abgestellt werden“, hofft Fischer, der dem Verein angehört.

Marcel Schwarzenberger

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