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Ost Schienen auf dem Abstellgleis: Beseitigung nicht genutzter Gleise
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Schienen auf dem Abstellgleis: Beseitigung nicht genutzter Gleise
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10:00 19.03.2010
Von Conrad von Meding
Relikte: Die alten Gleise erinnern an die Straßenbahnlinie 6, die hier früher verkehrte.
Relikte: Die alten Gleise erinnern an die Straßenbahnlinie 6, die hier früher verkehrte. Quelle: Martin Steiner
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Die alten Straßenbahngleise zwischen Emmichplatz und Zoo, auf denen seit Jahren keine Stadtbahn mehr verkehrt, sind Ratsherr Wilfried Engelke (FDP) schon lange ein Dorn im Auge. Im Bezirksrat Mitte hat er deshalb zum wiederholten Mal beantragt, die Stolperstellen im Straßenbelag entfernen zu lassen – und dieses Mal fand er zu seiner eigenen Überraschung eine Mehrheit – wenn auch mit kleinen Modifikationen. Bis „spätestens im Jahr 2011“ solle die Sanierung der Straße beginnen, hatte Engelke gefordert. Grünen-Politiker Martin Nebendahl fand, dass das „im Grunde ein konstruktiver Antrag“ sei, konnte sich aber einen kleinen Seitenhieb auf die Bundespolitik der FDP nicht verkneifen. Weil die Partei mit ihren Steuersenkungsversprechen den Kommunen derartige Sanierungen schwer machten, müsse zumindest die Formulierung „vorbehaltlich der Haushaltslage“ in den Antragstext, sagte Nebendahl. Zudem müsse es „ab 2011“ heißen – mehr sei nicht zu schaffen.

Ein erleichterter Engelke übernahm die Änderungswünsche, froh, endlich Gehör gefunden zu haben. „Ich möchte daran erinnern, wie oft schon Bürger im Bezirksrat saßen und um Sanierung gebeten haben“, sagte Engelke. Deshalb übernehme er die Änderungswünsche der Grünen. „Hauptsache, es gibt eine Mehrheit und wir setzen endlich ein Zeichen.“

Für seine Kompromissbereitschaft zog er sich aber den Zorn des CDU-Politikers Joachim Albrecht zu: „Das ist eine Schande. Damit helfen Sie der Stadtverwaltung, die unendliche Geschichte auf den Sankt-Nimmerleinstag zu verschieben.“ Eine Formulierung wie „ab 2011“ sei völlig wertlos: „Sie haben den Antrag verwässert. Ich fürchte, es passiert wieder jahrelang gar nichts.“ Am Ende war zwar die Mehrheit gesichert – die Verwaltung hat nun vier Monate Zeit, eine Antwort zu dem Antrag zu formulieren.

Neue Fahrbahn Eckerstraße: Der Bezirksrat beschloss auf Antrag der FDP, dass die Stadt die Fahrbahn der Eckerstraße in der Oststadt „nachhaltig so sanieren soll, dass nicht alle paar Wochen die wieder aufgetretenen Schlaglöcher geschlossen werden müssen“.

Sitzplätze gefordert: Ebenfalls auf Antrag der FDP wurde in einstimmigen Abstimmungen beschieden, dass für die Bushaltestellen Hindenburgstraße im Zooviertel und Lärchenstraße in der Oststadt endlich überdachte Sitzplätze installiert werden sollen.

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