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Ost Stadt beginnt Sanierung des Annabades
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Stadt beginnt Sanierung des Annabades
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17:11 17.07.2014
Spaß im Stehen: Das Nichtschwimmerbecken im Annabad wird nach der Sommersaison grunderneuert. Quelle: Martin Steiner
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Kleefeld

Für Betreiber und Besucher des Annabads ist das eine gute Nachricht: „Eine Verkleinerung des Nichtschwimmerbeckens kommt nicht in Betracht“, notierte die Bäderverwaltung in ihre Vorlage zur Teilsanierung der Freibadanlage. In seiner jüngsten Sitzung stimmte der Bezirksrat Buchholz-Kleefeld einhellig dem Vorhaben zu, dass die Stadt 590 500 Euro in die Hand nimmt. Im Herbst dieses Jahres soll es mit der Grundsanierung des Nichtschwimmerbeckens losgehen. Zuvor hatten die Bezirksratspolitiker befürchtet, dass das Becken aus Kostengründen an Fläche verliert. Das schloss die Stadt jetzt aus. „Schöne Sache“, lobte Bezirksbürgermeister Henning Hofmann.

Das Sanierungsvorhaben zählt zu den ersten konkreten Projekten, seit die Stadt im Herbst 2013 ihr Gutachten zur Lage der städtischen und privaten Badeanstalten in Hannover vorgelegt hatte. Das Zahlenwerk der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) stellte auch für Frei- und Hallenbäder in den östlichen Stadtteilen einen erheblichen Sanierungsstau fest. Der betrage allein für das Annabad (Kleefelder Bad) gut 4,7 Millionen Euro. Die denkmalgeschützte Anlage stammt aus den 1930er Jahren, das Nichtschwimmerbecken selbst wurde etwa 30 Jahre später gebaut. Seit 1996 führt der Polizei-Sportverein das stadtweit beliebte Freibad. Die Betreiber bestätigten zwar einen Sanierungsbedarf für alle drei Becken. Die Höhe indes hatte Badleiter Horst Schröder jüngst angezweifelt. Vor allem für das Nichtschwimmerbecken sah Schröder Handlungsbedarf und schätzte die Sanierungskosten noch Anfang dieses Jahre auf gut eine halben Million Euro.

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Sobald die Freibadsaison vorbei ist, soll die Runderneuerung des Beckens starten. Überlaufrinnen, Rohrleitungen, Badtechnik, Beckenanstrich, die Pflasterung des Beckenumgangs und ein barrierefreier Zugang - die Stadt hat sich viel vorgenommen. Spätestens zur Badesaison 2015 soll alles fertig sein. Rund 700 Quadratmeter misst die Wasserfläche des vor allem bei Familien mit kleinen Kindern beliebten Beckens. Eine Überlegung bei der Stadt war, diese Fläche um 300 Quadratmeter zu verkleinern. Das hätte die Kosten um rund 80 000 Euro gedrückt, schätzte Schröder. Das städtische Gebäudemanagement, das den Bau kalkulierte, hatte indes ein Einsehen. Die Größe des Nichtschwimmerbeckens entspreche in seinem Verhältnis zur gesamten Freibadfläche den offiziellen Richtlinien, heißt es in der Entscheidungsvorlage für den Bezirksrat.

Ob diesem ersten Projekt im Annabad noch weitere Sanierungsschritte folgen, steht noch nicht fest. Die Anlage ist aber das erste Freibad im Osten, das auf Grundlage der Bäderanalyse zumindest teilsaniert wird. Eine weitere Folge der Analyse ist die Rücknahme des Misburger Bads in städtische Obhut, nachdem der private Betrieb durch das niederländische Unternehmen Optisport scheiterte. Auch dort veranschlagten die Gutachter jedoch zusätzliche Modernisierungskosten in Höhe von zwei Millionen Euro. Mit 2,2 Millionen Euro sind die Sanierungskosten nach Ansicht der DGfdB-Experten für das Nord-Ost-Bad ähnlich hoch. Den geringsten Sanierungsbedarf - nämlich 600 000 Euro - sahen sie im Lister Bad.

Von Marcel Schwarzenberger

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