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Ost Studie: Gute Noten für die Wohnqualität
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Studie: Gute Noten für die Wohnqualität
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19:08 18.03.2010
Von Hans-Dieter Meinen
Ihre Grün- und Erholungsflächen schätzen die Einwohner vor allem in Kleefeld, Groß-Buchholz und dem Heideviertel.
Ihre Grün- und Erholungsflächen schätzen die Einwohner vor allem in Kleefeld, Groß-Buchholz und dem Heideviertel. Quelle: Surrey
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77 Prozent der Hannoveraner beurteilen die Wohn- und Lebensqualität in ihrem Heimatstadtteil als gut oder sehr gut – zwei Prozent weniger als bei der letzten Umfrage vor vier Jahren. Grün- und Erholungsflächen in der Nachbarschaft, eine hervorragende medizinische Versorgung sowie gute Verkehrsanbindungen tragen offensichtlich am meisten zur Zufriedenheit mit den Wohn- und Lebensbedingungen im Stadtteil bei. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung der Stadt aus dem Jahr 2008, die die Verwaltung jetzt vorgelegt hat. 2923 Hannoveraner haben die Fragen der Experten aus dem Fachbereich Stadtentwicklung beantwortet. In einer Ergänzungsstichprobe wurden noch einmal Einwohner aus den kleineren Stadtteilen befragt, um auch hier differenzierte Ergebnisse zu erhalten; so konnten weitere 1587 Antworten ausgewertet werden.

Die Unterschiede zwischen den Stadtteilen sind erheblich, wobei es sich im Osten und Süden der Stadt deutlich besser lebt als im Norden oder Westen. Zu den beliebtesten Stadtteilen zählen das Zooviertel, wo 95 Prozent mit der Lebensqualität in ihrem Viertel zufrieden sind, das Heideviertel (90 Prozent), Isernhagen-Süd und die Oststadt (je 89 Prozent), List (86 Prozent), Bothfeld (84), Kleefeld, Groß-Buchholz und Misburg-Nord (je 75), Lahe (71) und Vahrenwald (64 Prozent). Deutlich unter dem Durchschnitt liegt der Sahlkamp, wo nur 48 Prozent die Lebensqualität als sehr gut oder gut einschätzen. Stadtweite Schlusslichter sind Stöcken (32 Prozent) und Hainholz (21 Prozent). Schaut man sich die Ergebnisse im Einzelnen an, fallen in den östlichen Stadtbezirken einige Besonderheiten auf:

Vahrenwald-List/ Oststadt und Zoo

Sehr viele Einwohner schätzen die Einkaufsmöglichkeiten in ihren Stadtteilen als sehr gut oder gut ein. In der Oststadt sind damit 96 Prozent zufrieden, in Vahrenwald 92 Prozent und in der List immerhin 86 Prozent. 20 Prozent der Vahrenwalder nennen die nahen Geschäfte sogar als größten Vorteil im Stadtteil. Im Zooviertel sieht das ganz anders aus: Gerade einmal 53 Prozent halten die Einkaufsmöglichkeiten „in Fuß- oder Fahrradentfernung“ für gut. Umgekehrt verhält es sich mit der Zufriedenheit mit Grün- und Erholungsflächen. Das Zooviertel liegt hier mit 97 Prozent ganz vorn, List und Oststadt folgen mit 90 beziehungsweise 83 Prozent, Vahrenwald liegt mit 52 Prozent und damit großem Abstand dahinter. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Einschätzung der Spielmöglichkeiten für Kinder. Während sich stadtweit 57 Prozent zufrieden äußern, sind es im Zooviertel 74, in der List 68, in der Oststadt 64 und in Vahrenwald nur 46 Prozent. Nirgendwo in Hannover sind die Einwohner mit den Schulen so zufrieden wie im Zooviertel (90 Prozent), das mit Sophienschule und KWRG bestens versorgt ist.

Bothfeld-Vahrenheide

Überdurchschnittlich positiv wird im Stadtbezirk die eigene Wohnsituation gesehen. Den Spitzenplatz belegt Isernhagen-Süd, wo sich 96 Prozent in den eigenen vier Wänden wohlfühlen. Hier freuen sich auch 98 Prozent über die nahen Grün- und Erholungsflächen – ein absoluter Spitzenwert. Gar nicht zufrieden sind die Einwohner mit der Schulsituation, die nur 30 Prozent als gut einstufen. In Lahe liegt dieser Wert mit 36 Prozent nur unwesentlich besser; in Vahrenheide sind es dagegen stolze 75 Prozent. Auch die Einkaufsmöglichkeiten werden in Isernhagen-Süd (35 Prozent) und in Lahe (29 Prozent) nur von vergleichsweise wenigen Einwohnern für gutgeheißen. In Bothfeld fühlen sich dagegen 85 Prozent gut versorgt.

Buchholz-Kleefeld

Ihre Grün- und Erholungsflächen wissen die Einwohner von Kleefeld (93 Prozent), Groß-Buchholz und dem Heideviertel (je 88 Prozent) besonders zu schätzen. Nicht so zufrieden sind die Kleefelder mit den Einkaufsmöglichkeiten, die nur 69 Prozent und damit neun Prozent weniger als im städtischen Mittel positiv bewerten. Als überdurchschnittlich empfinden Bewohner von Kleefeld und dem Heideviertel aber die Schul- und ihre Wohnsituation vor Ort.

Misburg-Anderten

In Misburg-Nord und Anderten freuen sich 90 Prozent über die eigene Wohnung – im gesamten Stadtgebiet liegt dieser Wert bei 81 Prozent. Leicht über dem städtischen Durchschnitt liegt der Stadtbezirk auch in der Bewertung seiner Schulen und der Spielmöglichkeiten für Kinder.

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Im Zooviertel, in Kirchrode, Wülferode und Waldhausen sind die Hannoveraner mit ihrem Stadtteil am zufriedensten – in Hainholz, Stöcken, Bornum, Mittelfeld und Sahlkamp dagegen am wenigsten. Das ist das plakativste der Ergebnisse, die eine aufwendige Repräsentativerhebung der Stadtverwaltung unter rund 4500 Einwohnern erbracht hat.

Felix Harbart 03.03.2010

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 Eine Spurensuche.

Thorsten Fuchs 06.03.2010

Eine aufwendige
 Studie hat ermittelt,
 wer in Hannover mit
 Stadt und Stadtteil
 glücklich ist –
und wer nicht. Insgesamt sehr zufrieden zeigte sich Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD), als er im Juni vergangenen Jahres die groben Züge der neuesten Erhebung zur Zufriedenheit der Hannoveraner mit ihrer Stadt veröffentlichen konnte.

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