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Ost Sudanesen bleiben im Zeltlager
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Sudanesen bleiben im Zeltlager
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09:45 02.08.2014
Von Mathias Klein
Foto: Für die 50 sudanesischen Flüchtlinge gibt es noch keine Lösung.
Für die 50 sudanesischen Flüchtlinge gibt es noch keine Lösung. Quelle: Alexander Körner
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Hannover

Im Pavillon hatten sich am Donnerstagabend neben Bezirksratspolitikern auch die Landtagsabgeordneten Doris Schröder-Köpf, Michael Höntsch (beide SPD) und Filiz Polat (Grüne) der Diskussion mit den Flüchtlingen und deren Unterstützern gestellt. Die undankbarste Aufgabe hatte an dem Abend ein Vertreter der Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Braunschweig. Gegen ihn kochten die Emotionen der rund 200 Zuhörer der Diskussion zeitweise hoch.

Nach einer Debatte über das Asylrecht schlug Sandow eine Resolution vor, die unter anderem bessere Arbeitsmöglichkeiten fordert. „Es gibt auf dem Weißekreuzplatz viele hoch qualifizierte Menschen“, berichtet er. Darunter seien Ingenieure, Mediziner und sogar ein Atomphysiker. „Es wäre für die ganze Gesellschaft ein Gewinn, wenn diese Menschen arbeiten dürften“, sagte er. Die Resolution fordert auch eine Krankenversicherung für alle Flüchtlinge. Außerdem sollten abgewiesene Asylbewerber nicht mehr in Diktaturen abgeschoben werden dürfen.

Die Landeshauptstadt hat die Veranstaltung unter Beteiligung des Flüchtlingsrats und Amnesty International mit 500 Euro unterstützt.

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