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Ost Tümpel in der Eilenriede trocknen aus
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Tümpel in der Eilenriede trocknen aus
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09:05 16.08.2012
Von Susanna Bauch
Der Ententeich in der Eilenriede führt zumindest auf einer Seite noch Wasser – kleinere Teiche sind bereits ausgedörrt. Quelle: Bauch
Zooviertel

„Ich jogge häufig durch die Vordere Eilenriede, in der letzten Zeit wird es immer dreckiger im Wald“, sagt ein Freizeitsportler, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. „Auf den Wegen geht es, aber wenn man auf den Trampelpfaden unterwegs ist, wird einem manchmal schlecht.“ Es sei das „volle Programm“, was einen dort erwarte, vom Tetrapack und Plastikbecher über Taschentücher und Hundekot bis zu Einwegspritzen und ganzen Müllsäcken, die im Teich schwimmen.

Zur Reinigung ist seitens der Stadt regelmäßig Personal im Stadtwald unterwegs, wobei aber nicht jedes Mal alle kleinen Ecken abgesucht werden können. Was das Trockenfallen von Ententeich und Bachläufen betrifft, liegt das Hauptproblem in der Grundwasserversorgung. „Es wird kein Grundwasser mehr zugepumpt“, erläutert Ferdinand Ernst vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün. Bislang sei die Situation in diesem Jahr noch nicht sonderlich problematisch, weil ausreichend Regen gefallen sei. „Aber bei längeren Trockenphasen trocknen eben die Bäche und Tümpel im Stadtwald schnell aus“, betont Ernst. In den vergangenen 40 Jahren sei die Durchschnittstemperatur im Stadtgebiet um 1,2 Grad gestiegen, „auch das macht sich bemerkbar.“

Vor zwei Jahren wurde der Ententeich in der Eilenriede saniert, das Gewässer wurde nach 20 Jahren erstmals entschlammt, damit es auch im Sommer nicht austrocknet. Der Teich ist jetzt 1,60 Meter tief, Gitter an der Brücke sollen den Schlamm aufhalten. Für andere Tümpel könne die Stadt aber wenig tun. „Die Probezeit am Ententeich läuft noch“, sagt Ernst. Er fürchtet aber, dass es zumindest aus Forstmannssicht langfristig keine befriedigende Lösung geben wird: „Entweder man führt viel Wasser zu und schädigt damit andere Bereiche des Waldes, oder aber eine technische Lösung greift, die allerdings finanziell so aufwendig ist, dass sie kaum durchsetzbar wäre“, erläutert der Experte.

Die Stadtverwaltung hat den Weiher im Zooviertel unter Beobachtung und prüft, ob die 2010 durchgeführte Sanierung erfolgreich gewesen ist. Sollte das Problem des Austrocknens weiterhin auftreten, könnte eine andere Lösung erprobt werden: Das Pumpen von Grundwasser von einem Privatgrundstück in den Ententeich. Soweit ist es allerdings noch nicht, noch haben die Enten Wasser unter den Füßen.

Das Beseitigen des Schlamms sorgt im Teich übrigens nicht nur für einen stärkeren Kontakt zum Grundwasser, sondern auch für höheren Sauerstoffgehalt. Für Fische steigt damit die Chance, auch bei niedrigem Wasserstand zu überleben. Grundsätzlich ist es seitens des Fachbereichs wünschenswert, dass der Teich irgendwann ohne menschliche Eingriffe auskommt, damit er sich naturnah entwickeln kann. „Natur bleibt Natur, da ist eben nicht alles steuerbar“, betont Ernst.

Der Lister Platz wird zur Sackgasse: Stadtauswärts läuft hier derzeit nichts mehr, der Bereich ist ab der Steinriede gesperrt, Busse und Autofahrer werden über die Wedekind- und Hohenzollernstraße umgeleitet. Enercity nimmt derzeit umfangreiche Rohrarbeiten in der List und der Oststadt vor.

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