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Ost Turm der Matthäuskirche 
wird für 500.000 Euro saniert
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Turm der Matthäuskirche 
wird für 500.000 Euro saniert
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15:59 11.09.2009
Der Turm der Matthäuskirche ist rund 100 Jahre alt. Er wurde im Krieg nicht zerstört.
Der Turm der Matthäuskirche ist rund 100 Jahre alt. Er wurde im Krieg nicht zerstört. Quelle: Valentin
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Nun geht es dem Kirchturm erneut zu Leibe: Wegen gravierender Schäden am Mauernwerk wird er jetzt nach einiger Verzögerung saniert.

Seine mächtigen Sandsteinquader wurden vor mehr als 100 Jahren zusammengefügt, als in der List die neue Matthäuskirche entstand. Nicht das Kirchenschiff, aber der Turm hat den Zweiten Weltkrieg überlebt. „Aber schon während des großen Umbaus zum Gemeindehaus wurden wir mit einer bösen Überraschung konfrontiert“, berichtet Pastorin Antje Marklein. Denn an dem Gemäuer des Turms offenbarten sich erhebliche Mängel: Vom Sockel bis hinauf zum Turmdach sind die Fugen porös; der Mörtel ist teilweise herausgebrochen oder gibt auf Fingerdruck nach. Wasser dringt ein und lässt auf Dauer noch größere Schäden befürchten. Betroffen ist vor allen Dingen die Westseite des Turms in Richtung der kleinen Straße „An der Lister Kirche“. Neben dem alten Hauptportal hingegen zeigt sich Algenbefall.

Zwar gab es Überlegungen, die Sanierung des Turms mit den Umbauten einhergehen zu lassen. „Doch damit hätte sich die Eröffnung des neuen Gemeindezentrums zu lange hinausgezögert“, erläutert die Pastorin. Zudem sei damals die Finanzierung noch nicht sicher gewesen. Das hat sich inzwischen geändert, denn die rund 500.000 Euro für die Turmsanierung trägt in voller Höhe die Landeskirche. Die Gerüstbauer sind bereits am Werk. In den kommenden Monaten wird das gesamte Mauerwerk gründlich gereinigt und anschließend neu verfugt.

Auch die Lister aus der Umgebung werden davon etwas merken. „Wegen der Arbeiten müssen wir für einige Zeit unsere Kirchturmuhr stilllegen“, sagt Pastorin Marklein. Aber bis zum Dezember soll sich der Blick nach oben wieder lohnen – zur Uhr und auf den fertigen Turm.

von Gerda Valentin

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