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Ost Darum wird ein Grünstreifen in der List nie gemäht
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Darum wird ein Grünstreifen in der List nie gemäht
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12:00 12.08.2018
Noch steht das Unkraut meterhoch auf dem Grünstreifen – bald will die Stadt regelmäßig mähen. Quelle: Foto: Moers
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List

Anwohner eines exklusiven Wohnquartiers am Yachthafen haben seit einigen Jahren den verdacht, dass die Rasenmäher der Stadt einen Bogen machen um einen wild wuchernden Grünstreifen im Nordring. „Seitdem wir 2015 eingezogen sind, ist hier nichts mehr passiert“, kritisiert Petra Haake aus dem Verwaltungsbeirat der Anlieger. Mehrfach haben diese bei der Stadt nachgehakt – bislang vergeblich. Jetzt hat der Fall eine kuriose Wendung genommen. Ein lange gehegter Verdacht der Anwohner hat sich bestätigt.

Demnächst soll gemäht werden

Inzwischen ist auf dem Grünstreifen ein Unkraut-Biotop entstanden – für Insekten sicher eine Freude, nicht so für die Vertreter des Beirats. Ihr Verdacht: „Wir vermuten, dass die Stadt die Fläche einfach nicht auf dem Schirm hat“, so Haake. Doch statt der ungewollten Wildnis auf den Grund zu gehen, habe man sie im Rathaus stets mit Ausreden „vertröstet“, sagt sie. Erst auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers bestätigte ein Sprecher nun den Verdacht. „Nach einer gewissen Frist hätte eine Übergabe durch den Bauträger an die Stadt erfolgen sollen. Weshalb das nicht passiert ist, lässt sich derzeit nicht klären“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Die Stadtverwaltung will nun Kontakt zu dem Unternehmen aufnehmen. Ziel ist, dass die Immobilienfirma kurzfristig eine einmalige Pflege beauftragt und die Fläche anschließend an die Stadt übergibt. „Danach erfolgt das regelmäßige Mähen durch die Stadt“, stellt Dix in Aussicht.

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„Konsequentes Nichtstun“

Als „konsequentes Nichtstun“ kritisiert Anwohnerbeirat Roland Kallidat die früheren Reaktionen der Verwaltung auf die Beschwerden der Anlieger. Nun hofft man, dass auf dem Grünstreifen zwischen der aktuell eingerüsteten Zentralen Polizeidirektion und dem Wohnkomplex endlich Rasenmäher rollen.

Einer, der die Unkrautvernichtung kontrollieren will, ist Thomas Bechinie, SPD-Vertreter im Bezirksrat Vahrenwald-List. „Ich habe mir den Fall angesehen und setze mich dafür ein, dass ein so hochwertiges Wohnquartier auch ein entsprechendes Umfeld bekommt“, sagt er. Die Unterstütztung der Anwohner durch den Bezirksrats klappte allerdings ebenfalls erst im zweiten Anlauf. „Unsere Kontaktaufnahme mit der Bezirksbürgermeisterin wurde nicht erwidert“, sagt Haake.

2015 hat das Wohnungsbauunternehmen Gundlach in der Nähe des Yachthafens am Mittellandkanal das Quartier Am Lister Yachthafen gebaut. Die 60 Eigentumswohnungen entstanden auf einem ehemaligen Kleingartengebiet und Grabeland und gelten als exklusive Wohngegend. Auf der Internetseite der Baufirma ist ein Foto der gerade fertiggestellten Häuser zu sehen. Schon hier ist der Grünstreifen gut im Saft – man könnte auch sagen, reif für den Rasenmäher.

Von Mario Moers

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