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Ost Vereine bangen um das Bürgerhaus
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Vereine bangen um das Bürgerhaus
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07:52 03.05.2012
Von Christian Link
AMK-Vorsitzender Jürgen Quardt übergibt Bernd Strauch eine Petition der Vereine. Quelle: privat
Misburg

Bei der Arbeitsgemeinschaft Misburger und Anderter Kulturvereine (AMK) schrillen die Alarmglocken: Die Vereinen befürchten, dass das Bürgerhaus Misburg den Sparplänen der Stadt zum Opfer fallen könnte. Auslöser der Aufregung ist ein Auftrag des Rates an die Stadtverwaltung, „ein alternatives Konzept für die kulturellen Aktivitäten im Stadtbezirk“ zu entwickeln. Die AMK fordert nun in einer Resolution an Oberbürgermeister Stephan Weil und den Rat „die Nutzung des Bürgerhauses auch weiterhin zu gewähren und von einer Schließung, einem Verkauf oder gar Abriss abzusehen“.

In einer Delegiertenversammlung der AMK hatten die Vereine sich einstimmig für den Erhalt des Bürgerhauses ausgesprochen. AMK-Vorsitzender Jürgen Quardt hat seitdem Entscheidungsträger der Stadt mit der Resolution im Gepäck besucht: Bezirksbürgermeister Klaus Dickneite, den Bürgermeister und Ratsvorsitzenden Bernd Strauch sowie Oberbürgermeister Stephan Weil.

„Für die Vereine ist das Bürgerhaus Misburg eine unverzichtbare Versammlungsstätte“, sagt Quardt. Vor allem für den großen Saal, der Platz für bis zu 500 Menschen biete, gebe es keinen Ersatz. Auch die Klubräume seien in den Abendstunden fast zu hundert Prozent ausgelastet. 15 Vereine würden die Räume dauerhaft nutzen. Sollte das Bürgerhaus als Veranstaltungsort wegfallen, stünden im Stadtbezirk nur noch zwei Säle zur Verfügung – im Schützenhaus Misburg und im Schützenhaus Anderten. Das sieht die AMK nicht nur deshalb mit Besorgnis, weil beide Säle wesentlich kleiner sind als der Saal im Bürgerhaus Misburg. Da diese Einrichtungen privat geführt würden, könnten die Betreiber sich die Nutzer aussuchen, gibt Quardt zu bedenken.

Ratsvorsitzender Bernd Strauch hält die Befürchtungen der Vereine jedoch für übertrieben. „Meiner Meinung nach wird es keine Schließung geben“, sagte Strauch im Gespräch mit dem Stadt-Anzeiger. Das Bürgerhaus werde regelmäßig genutzt und bei einem Wegfall des großen Saals gebe es „praktisch keine Ausweichmöglichkeit für die Vereine“.

Strauch verwies auch darauf, dass die Stadt in den vergangenen Jahren in das Bürgerhaus investiert habe und es einen langfristigen Vertrag mit dem derzeitigen Pächter gebe. Einen Verkauf des Gebäudes an einen privaten Eigentümer schließt er aus. Das sei unrealistisch. „Ein Bürgerhaus ist in der heutigen Zeit immer ein Zuschussgeschäft“, meint der Bürgermeister.

Den Ratsbeschluss, ein neues Konzept für die kulturelle Aktivität in Misburg-Anderten zu suchen, hält Strauch dagegen für sinnvoll. Der Stadtbezirk benötige ein Gesamtkonzept. Eine von Kulturdezernentin Marlis Drevermann eingesetzte Arbeitsgruppe will ihre Ergebnisse im Herbst präsentieren.

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