Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ost Was wird aus der Pestalozzischule?
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Was wird aus der Pestalozzischule?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:14 13.02.2012
Von Veronika Thomas
Die Hauptschule möchte zweizügige Oberschule werden. Quelle: Decker
Anderten

Die Entscheidung darüber müssen jetzt die Ratsgremien treffen. Das erste, der Bezirksrat Misburg-Anderten, hat sich gegen die Empfehlung der Verwaltung ausgesprochen, den Schulantrag abzulehnen.

Wie Rainer Lubert, Leiter der Pestalozzischule, während der Bezirksratssitzung berichtete, hatten sich Schulvorstand, Eltern- und Schülervertreter für die Umwandlung in eine Oberschule ausgesprochen. „Die Schüler, die bei uns landen, haben alle Frust und Enttäuschung hinter sich“, sagte Lubert. Aufgrund unseres Engagements ist es gelungen, 50 Prozent aller Absolventen in eine Ausbildung zu bringen.“

Seit Sommer 2011 habe die Pestalozzischule 64 Seiteneinsteiger aufgenommen, darunter elf von einer Integrierten Gesamtschule (IGS). Eine 6. Klasse habe sogar geteilt werden müssen. „Die IGS ist keine Schule für alle“, argumentierte Lubert, für einige seien diese „Lernfabriken“ viel zu groß. „Unsere Kinder brauchen eine intensivere Ansprache.“

Grund für die ablehnende Haltung der Stadt ist eine im Herbst 2011 durchgeführte Befragung, bei der sich 55 Prozent der Eltern für eine IGS und 45 Prozent für das dreigliedrige Schulsystem ausgesprochen hatten. Aufgrund dieser Angaben sollen zum Schuljahr 2013/2014 stadtweit zwei neue IGS und ab 2015 eine weitere Gesamtschule in Betrieb gehen. Für den 1. März ist eine Arbeitsgruppensitzung anberaumt worden, um zu erörtern, wie sich Hannovers Schullandschaft verändern soll, berichtete Heike Rudolph vom städtischen Fachbereich Schule.

„Sobald eine IGS eingerichtet worden ist, laufen die Haupt- und Realschulen erfahrungsgemäß leer“, sagte Rudolph. Deshalb sei auch nicht davon auszugehen, dass die Pestalozzischule die für eine Oberschule geforderte Mindestklassenstärke von zweimal 24 Schülern, insgesamt also 48 Kindern pro Jahrgang, über einen Zeitraum von zehn Jahren halten könne, wie das vom Schulträger gefordert wird.

Realschulangebot soll geschaffen werden

Nach Angaben Rudolphs werden an der Anderter Hauptschule zurzeit 19 Schüler des 5. Jahrgangs und 25 Kinder in Klasse 6 unterrichtet, 52 Schüler weniger als vorgegeben. Stadtweit seien im Schuljahr 2011/2012 nur 108 Kinder in den 5. Jahrgängen in sieben Hauptschulklassen eingeschult worden. Schulleiter Lubert rechnet dennoch damit, die Vorgaben zu schaffen, unter anderem durch das sogenannte Auslaufen anderer Hauptschulen an Standorten mit neuen IGS. Außerdem soll zusätzlich ein Realschulangebot geschaffen werden.

Dies könnte allerdings mit dem Angebot der Misburger Realschule kollidieren, wie Antje Niewisch-Lennartz (Grüne), stellvertretende Bezirksbürgermeisterin in Misburg-Anderten, anmerkte. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, müsse über ein Gesamtkonzept aller Schulen im Stadtbezirk diskutiert werden.

Als nächstes Gremium berät am 22. Februar der Schulausschuss über den Antrag der Pestalozzischule.

Glimmstengel als Lebensretter: Als er nachts auf dem Balkon eine Zigarette rauchen will entdeckt ein Mann einen Dachstuhlbrand in der Nachbarschaft, alarmiert die Feuerwehr - und rettet den Bewohnern damit vermutlich das Leben.

11.02.2012

Eine 27-Jährige schwebt nach einem schweren Unfall in Lebensgefahr. Die Frau war am Donnerstagabend aus bisher ungeklärter Ursache mit einer Stadtbahn der Linie 3 zusammengestoßen und musste noch am Unfallort reanimiert werden.

09.02.2012

Die Zukunft des Einkaufszentrums Tempelhofweg im Sahlkamp ist so gut wie besiegelt: Der Eigentümer will den Geschäftskomplex abreißen und an derselben Stelle einen Neubau errichten. Kernelement des neuen Ladenzentrums soll ein großer Nahversorger werden. Der Bezirksrat hat den Plänen einmütig zugestimmt.

Christian Link 09.02.2012