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Ost Zebrastreifen sollen Raser stoppen
Hannover Aus den Stadtteilen Ost Zebrastreifen sollen Raser stoppen
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09:30 24.05.2012
Von Susanna Bauch
Im April haben Anwohner der Walderseestraße für eine Verkehrsberuhigung protestiert. Quelle: Hagemann
List

Auf der Walderseestraße sind zuletzt nicht nur jede Menge Autos, sondern auch Mitglieder der Bürgerinitiative Walderseestraße und des Bezirksrats Vahrenwald-List unterwegs gewesen. Schon seit Langem protestieren Anlieger gegen den starken Verkehr auf der Parallelstraße zur Podbi - sie sind genervt von Lärm und Abgasen, fürchten aber auch um die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern, die die Straße mit dem Ziel Eilenriede überqueren.

Von einer Tempo-30-Zone oder anderen verkehrsberuhigenden Maßnahmen wollte die Stadt bislang nichts wissen - nun kommt sie den Betroffenen einen kleinen Schritt entgegen. In der zweiten Jahreshälfte sollen auf der Walderseestraße an sechs Stellen Zebrastreifen aufgetragen werden. „Außerdem ist die Einrichtung eines wechselseitigen Parkens in einem Streckenabschnitt geplant“, erläuterte Stadtbezirksbetreuerin Stefanie Patté in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats.

Eine Anfrage bezüglich der Verkehrssicherheit auf der Walderseestraße war von der FDP-Fraktion gekommen. Bezirksratsfrau Christine Pauli wollte von der Verwaltung wissen, wie die Situation auf der viel frequentierten Straße entschärft werden kann, „auch vor dem Hintergrund des Umbaus für Radstreifen auf der Podbi, der den Platz für Autofahrer verringere.“ Die FDP fürchtet, dass dann noch mehr Autofahrer auf die Straße an der Eilenriede ausweichen.

Hier sieht die Verwaltung keinerlei Probleme. „Wir gehen davon aus, dass die Schutzstreifen auf der Podbi zu keinen nennenswerten Veränderungen für den Verkehr führen“, sagte Patté. Da die Stadt zudem weiter an einer Verbesserung der Ampelsteuerung - Stichwort „Dynamische Pulksteuerung“ - arbeite, werde der Verkehrsfluss auf der Ausfallstraße eher optimiert. Dennoch sollen es Fußgänger auf der Walderseestraße künftig leichter haben. Auf der Strecke werden ab Sommer in Höhe Wald-, Händel-, Cranach-, Holbein-, Raffael- und Spitzwegstraße Zebrastreifen eingerichtet, die die bestehenden Mittelinseln ergänzen sollen. Damit soll die Querung sicherer werden, Autofahrer müssten zudem ihr Tempo drosseln. Wechselseitiges Parken zwischen Rubens- und Spitzwegstraße soll denselben Effekt bewirken. Die konkreten Pläne sollen dem Bezirksrat in der kommenden Sitzung vorgestellt werden.

Für die Mitglieder der Bürgerinitiative und Anlieger der Walderseestraße bedeuten diese Maßnahmen einen Schritt in die richtige Richtung. „Sie sind das Ergebnis mehrerer Sitzungen mit dem Tiefbauamt“, sagte Sprecher Andreas Kunze. „Es ist ein Test, über den wir uns freuen, dessen Effekt wir allerdings zunächst mit Skepsis betrachten.“ Kunze ist aber froh, dass die Verkehrsteilnehmer damit sensibilisiert würden. „Wir hoffen auch, dass die Parkregelungen zum erwarteten Nadelöhr-Effekt führen und die Anlieger die Möglichkeiten des Parkens auf der Fahrbahn stärker annehmen“, ergänzte Kunze. Denn viele Anwohner würden ihr Fahrzeug weiterhin halbseitig auf den Gehwegen abstellen, so dass die Fahrbahn nicht verengt werde. „Wir arbeiten Hand in Hand mit der Verwaltung und setzen jetzt auf noch mehr Kontrollen seitens der Polizei.“

„Alles, was die vielen Raser stört, ist willkommen“, betonte ein weiterer Anwohner. Er setzt ebenfalls darauf, dass regelmäßige Tempokontrollen durchgeführt werden: „Denn in den dunkleren Monaten, wo nicht so viele Menschen Richtung Eilenriede unterwegs sind, wird hier sicher wieder mehr gerast.“ Diesen Eindruck teilen viele Anlieger, er konnte von der Polizei aber bislang nicht bestätigt werden. Auch gilt die Walderseestraße nicht als Unfallschwerpunkt.

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