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Ost Bibelfeste Botanik
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13:07 10.10.2013
Von Nadine Wolter
Die Initiatorin des Bibelgartens Daku Philipp freut sich über jeden Besucher. Quelle: Nadine Wolter
Zooviertel

„Ja, der Luther war eben kein Botaniker“, sagt Daku Philipp schmunzelnd. Der Reformator und Bibelübersetzer hatte es ihr nicht leicht gemacht, als sie vor 14 Jahren auf den Gedanken kam, einen Garten anzulegen, in dem nur Pflanzen wachsen, die in der Bibel vorkommen. Als die heute 84-Jährige 1999 mit ihrer Schwester und einer Bekannten einen solchen „Bibelgarten“ an der Friedenskirche in der Schackstraße plante, stand sie so manches Mal vor einem Rätsel. Da schrieb Luther etwa in seiner Übersetzung der Bibelpassagen einmal von einem Buchsbaum und dann wieder vom Schneeball, obwohl es sich dem Zusammenhang nach nur um ein und diesselbe Pflanze handeln konnte. Doch Daku Philipps und ihre Mitstreiterinnen wussten sich zu helfen: Sie pflanzten kurzentschlossen beides an.

60 bibelfeste Gewächse

Die Idee hatten die drei Frauen damals aus New York nach Hannover mitgebracht. Mittlerweile gedeihen etwa 60 bibelfeste Gewächse im Garten an der Friedenskirche. Jedes von ihnen ist mit einem Kärtchen versehen, auf dem die Bezeichnung und die dazugehörige Bibelstelle abgedruckt ist. Die Distel zum Beispiel hat ihren Auftritt im 1. Buch Mose, Vers 3, Psalm 18. Myrte ist nicht nur gleich links am Eingang des Bibelgartens zu finden, sondern auch im Buch Jesaja, Vers 55, Psalm 13.

Wer den Angaben nicht traut, kann gleich im Garten in der Bibel nachblättern. In einem Vogelhäuschen liegt eine Ausgabe der Heiligen Schrift bereit, auch Korrekturen sind erwünscht. Es komme schon einmal vor, dass Menschen kurze Nachrichten dort hinterlassen und darauf hinweisen, dass der Lorbeer erst einen Vers später vorkomme als erwähnt, erzählt Daku Philipp. Die Rentnerin aus dem Zooviertel kümmert sich dann sofort um eine Korrektur und stellt ein neues Schildchen auf, das sie zuhause aus Gardinenleisten fertigt und dessen Beschriftung sie am Computer ausdruckt.

Früher war es ihre ältere Schwester Elselies, die sich um die richtige Beschriftung kümmerte – damals noch von Hand. Sie hatte die schönere Handschrift. Heute ist von den drei Gründerinnen nur noch Daku Philipp im Bibelgarten anzutreffen. Elselies verstarb vor ein paar Jahren, und der Bekannten fehlt die Zeit. „Meine Schwester war diejenige von uns, die geplant hat, ich war schon immer eher der praktische Typ“, erzählt die Bibelgärtnerin. Sie zeigt ein Foto aus vergangenen Zeiten, das die Schwestern bei der Gartenarbeit zeigt: Daku buddelt, Elselies plaudert mit dem Pastor. „Typisch!“, meint die alte Dame lachend.

Die Instandhaltung des Gartens wird für die 84-Jährige immer schwieriger. Zudem musste sie sich im vergangenen Jahr über einen Unbekannten ärgern, der sämtliche Schilder im Garten vertauschte. Es sei viel Arbeit gewesen, die Schildchen wieder an die richtigen Orte zu bringen, sagt Daku Philipp.

Faszination Pflanzenvielfalt

Doch den Bibelgarten nach 14 Jahren aufzugeben, kommt für sie nicht in Frage. Die Menschen, die den Garten besuchen und fasziniert von der Idee und der Pflanzenvielfalt sind, motivieren sie weiterzumachen. Inzwischen hat ihr die Kirche einen Gärtner zur Seite gestellt, der bei der Pflege von Maulbeerbaum, Oleander, Granatapfel und den anderen 57 Pflanzen hilft. Erst vor Kurzem hat die Gärtnerin ein Schild an der Eingangspforte angebracht, nachdem ihr aufgefallen war, dass viele Passanten von außen nur zögerlich auf die Pflanzen blickten. Darauf steht: „Bitte, treten Sie ein“.

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