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Ricklingen Hallenbäder schließen fast fünf Monate – Kritik von der DLRG
Hannover Aus den Stadtteilen Ricklingen Hallenbäder schließen fast fünf Monate – Kritik von der DLRG
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00:18 10.03.2019
Das Stadionbad macht fast fünf Monate für den regulären Betrieb dicht. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Schwimmer und Schwimmvereine sehen sich durch die langen und weitgehend gleichzeitigen Schließzeiten der städtischen Hallenbäder in Hannover erheblich beeinträchtigt. Sowohl das Stadionbad als auch das Stöckener Bad und das Vahrenwalder Bad haben in diesem Jahr von Ende April bis in den September hinein für den regulären Betrieb geschlossen. In dieser Zeit hat lediglich das Nord-Ost-Bad geöffnet, dass jedoch wegen der stellenweise geringen Wassertiefe zum kontinuierlichen Schwimmen nicht geeignet ist.

Lange Schließung der Bäder ist für viele hart

Das Stadionbad hat dann fast fünf Monate geschlossen. „Das ist nicht nur ungewöhnlich, sondern für viele Menschen in der Stadt und in der Region auch ziemlich hart“, sagt Wolfgang Neddermeier. Der 79-Jährige geht mindestens zweimal die Woche aus gesundheitlichen Gründen schwimmen, am liebsten im Stadionbad. Mit ihm gebe es viele Leidensgenossen, die von der Schließzeit jetzt per Aushang im Stadionbad erfahren haben haben.

In den vergangenen Jahren hätten die Hallenbäder zur Revision mal während der Sommerferien geschlossen, manchmal auch ein paar Wochen länger. Es seien aber auch nie alle Bäder mit einer vernünftigen Schwimmmöglichkeit gleichzeitig geschlossen gewesen, berichtet Neddermeier. Zwar gebe es Ausweichmöglichkeiten wie die Bäder in Laatzen, Langenhagen oder Seelze. Aber diese seien für viele Bürger schwieriger zu erreichen.

Freibäder sind keine echte Alternative

Und ein Ausweichen auf Freibäder sei nicht immer eine wirkliche Alternative, sagt Neddermeier. Die Wassertemperatur liege dort manchmal nur bei 22 Grad, dass sei ihm und vielen seiner Bekannten einfach zu kalt. Außerdem gebe es noch im April regelmäßig Nachtfrost. „Da gehe ich dann nicht morgens ins Freibad“, sagt er.

Unterstützung erhält Neddermeier von der DLRG: Schließzeiten in den Sommerferien seien durch die Freibäder und Badeseen gut auszugleichen, sagt DLRG-Sprecher Torsten Heuer. Wenn die Bäder 5 Monate dicht sind, führe das zu Problemen in den Vereinen. „In Hannover haben wir nicht fünf Monate Sommer“, sagt er. Heuer vermutet einen massiven Sanierungsstau bei den Hallenbädern.

Stadt braucht Personal in den Freibädern

Die Pressestelle der Stadt verweist zu den Schließzeiten auf die geöffneten Freibäder. In den Hallenbädern seien, wie jedes Jahr, Wartungs- und Sanierungsarbeiten notwendig, sagt Sprecher Udo Möller. Außerdem werde das Personal in den städtischen Freibädern benötigt. Hinzu komme die Übernahme des Ricklinger Bades durch die Stadt, dadurch sei weiteres Personal nötig, erläutert Möller. Er berichtet auch, dass die Nachfrage in den Hallenbädern in den Sommermonaten nachlasse.

Das Stadtionbad schließt vom 23. April bis zum 15. September, das Vahrenwalder Bad vom 23. April bis zum 11. September und das Stöckener Bad vom 29. April bis zum 8. September. Das Nord-Ost-Bad schließt vom 4. November bis zum 15. Dezember.

Als erste städtische Freibäder öffnen das Lister Bad und das Ricklinger Bad jeweils am 1. Mai.

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Von Mathias Klein

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