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Süd 100 Spender machen Kita-Anbau möglich
Hannover Aus den Stadtteilen Süd 100 Spender machen Kita-Anbau möglich
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18:57 23.05.2015
Von Juliane Kaune
Blick auf die Bauarbeiten: Kinder der Kita St. Martin. Quelle: Rainer Surrey
Hannover

Möglich wurde das durch eine groß angelegte Spendenaktion, die Pastor Joachim Deutsch und der Kirchenvorstand im Januar gestartet hatten. „Das ist überwältigend, eine echte Erfolgsstory“, freut sich Deutsch. Mehr als 100 Spender, überwiegend Eltern und Gemeindemitglieder, hätten dazu beigetragen, dass die Summe binnen weniger Wochen zusammengekommen ist. Auch örtliche Firmen reagierten auf den Spendenaufruf der Anderter Gemeinde. In der vergangenen Woche sind die Handwerker angerückt - und es wird mit Hochdruck gearbeitet, damit die Kita pünktlich zum Beginn des Kindergartenjahres am 1. August eröffnen kann.

Seit fast einem Jahr leben die Kita-Kinder und ihre Eltern mit einem Provisorium. Zwei Räume der Tagesstätte, in der derzeit täglich 80 Mädchen und Jungen betreut werden, sind nicht nutzbar. Bauarbeiter hatten sie bereits für die geplante Erweiterung der Kita entkernt, die einen Anbau für eine neue Krippengruppe und ein größeres Ganztagsangebot bekommen sollte. Doch dann verhängte die Gemeinde im Herbst vergangenen Jahres einen Baustopp, weil sich die Kosten mit rund 600 000 Euro mehr als verdoppelt hatten. Anfangs sah es so aus, als ob der alte Zustand wieder hergestellt werden müsste. Doch das wollte keiner. Stattdessen wurde auf den Anbau verzichtet und im Gebäudebestand umgeplant. Mit dem Ergebnis, dass sich die Baukosten auf 310.000 Euro reduzieren ließen. Doch eine Finanzierungslücke von 38.000 Euro, die nicht durch Zuschüsse des Evangelischen Stadtkirchenverbandes, des Landes und der Region Hannover gedeckt war, blieb offen.

„Wir haben uns alle gesagt, das schaffen wir, das Geld bekommen wir zusammen“, berichtet Pastor Deutsch, der auch Vize-Vorsitzender des Kirchenvorstands ist. Dass dann tatsächlich eine solche „Spendenlawine“ in Gang gesetzt wurde, habe er dennoch nicht für möglich gehalten. Kaum einer der 100 Einzelspender aus Kita und Gemeinde habe einen Betrag unter 100 Euro gegeben. „Das waren zum Teil richtig stattliche Summen.“ Zum Beispiel habe ein Paar, das eiserne Hochzeit gefeiert hat, die gesamte Gottesdienstkollekte zur Verfügung gestellt - und dann haben sie noch einmal 1000 Euro draufgelegt“, erzählt Deutsch. Zusammen mit den Spenden von Firmen und einer Stiftung gingen unterm Strich rund 20 500 Euro auf dem Spendenkonto ein. Weitere 10 000 Euro stellte die in Anderten ansässige Heidelberg-Cement als Sachspende bereit: Sie spendiert den Estrich, mit dem die Räume ausgestrichen werden, und eine Thermoisolierung. Einen Betrag im Gegenwert von rund 5000 Euro wollen die Kita-Eltern „erarbeiten“, indem sie die fertigen Wände streichen.

Mitte März waren so viele Spenden eingegangen, dass die Gemeinde bei der Stadt den Bauantrag für die Kita-Erweiterung stellte. Noch immer folgten vereinzelt weitere Spenden, sagt Deutsch. Sollte am Ende ein überschaubarer Restbetrag fehlen, werde dieser aus einem Sondertopf der Gemeinde beglichen. Aus diesem sollen auch Möbel für die neuen Räume und eine Renovierung des Außengeländes bezahlt werden, das durch die Bauarbeiten in Mitleidenschaft gezogen wird.

Vorgesehen ist, dass zunächst die beiden seit einem knappen Jahr entkernten Kita-Räume wieder hergerichtet werden. Dann kann die Kita-Gruppe, die seitdem in einem Übergangsquartier im Gemeindehaus untergebracht ist, wieder dort einziehen. Danach werden die Personalräume der Mitarbeiter ins Gemeindehaus verlegt, wo die Nutzer enger zusammenrücken - damit entfällt der ursprünglich geplante Anbau. In einem dritten Schritt werden schließlich die bisherigen Mitarbeiterräume zu Gruppenräumen für die Kita-Kinder umgebaut. Der Zeitplan für die Bauarbeiten sei „durchaus ambitioniert“, sagt Deutsch. Doch er und alle anderen Beteiligten sind zuversichtlich, dass die Handwerker vor dem 1. August das Feld wieder geräumt haben werden.

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