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Süd 400 Einsprüche gegen Versandhandel
Hannover Aus den Stadtteilen Süd 400 Einsprüche gegen Versandhandel
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10:07 22.11.2011
Von Andreas Schinkel
Frank Podschadly (li.) und Antje Torlage von der Bürgerinitiative geben Hans-Heiner Schlesier (Mitte) einen Stapel Einwände. Quelle: Simon Peters
Hannover

Sollten allerdings am Montag Briefe in den Postkasten geworfen worden seien, werde man diese Stellungnahmen noch berücksichtigen, verspricht Stadtsprecher Dennis Dix. Jetzt ist die Verwaltung am Zug und prüft jeden einzelnen Einwand gegen den Bau. Allerdings handelt es sich bei zwei Drittel der Stellungnahmen um Unterschriften unter einem vorformulierten Einspruchstext, verfasst von der Bürgerinitiative „Pro Kronsberg – Mensch, Natur, Zukunft“. Erst im kommenden Jahr wird die Stadt ihre Antwort den Ratsgremien vorlegen.

Wie berichtet, soll auf dem Messeparkplatz an der Emmy-Noether-Allee eine riesige Lager- und Sortierhalle mit einer Fläche von 110.000 Quadratmetern gebaut werden. Zum Vergleich: Die Verkaufsfläche des Ikea-Möbelhauses im Expo-Park beträgt 20.000 Quadratmeter. Nach Darstellung der Stadt sollen durch die Ansiedlung 1000 Dauerarbeitsplätze und bis zu 1500 Saisonarbeitsplätze entstehen.

Die Anwohner in Seelhorst, Bemerode und am Kronsberg befürchten, dass der Verkehrslärm zunehmen und die Luftqualität sich verschlechtern wird. In Spitzenzeiten, etwa vor Weihnachten, rechnen sie mit bis zu 400 Lastwagen am Tag und pro Schichtwechsel, also dreimal täglich, mit 700 bis 800 Autos von Mitarbeitern.

Anwohner fürchten auch, dass durch den Bau des Versandhandelsunternehmens umweltschädigende Altlasten ans Tageslicht kommen können, etwa auf dem Gelände der ehemaligen Deponie an der Cousteaustraße. „Ich habe Angst, dass ein schlummernder Riese geweckt wird“, sagt Antje Torlage aus der Siedlung Seelhorst. Schließlich sei sie froh gewesen, dem Lister De-Haën-Platz, in dessen Nähe sie zuvor gewohnt hatte, den Rücken gekehrt zu haben. Dort wurde vor drei Jahren entdeckt, dass das Erdreich radioaktiv verseucht ist – und einer der schwerwiegendsten Altlastenfälle Hannovers trat zutage.

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