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Süd Ärger rund ums Kinderkrankenhaus
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Ärger rund ums Kinderkrankenhaus
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19:07 06.03.2014
Von Heike Schmidt
Gesperrte Parkplätze: Wegen der Bauarbeiten am Kinderkrankenhaus Auf der Bult und am Aegidiushaus ist es für Autofahrer eng geworden. Quelle: Michael Thomas
Bult

Ihr Ärger wird umso größer, wenn sie nach dem Krankenbesuch ein Strafmandat an der Windschutzscheibe vorfinden. „Es sind aber nicht mehr Verstöße als sonst verzeichnet“, sagt Alexis Demos, Sprecher der Stadtverwaltung.

300 Parkplätze sind rund um das Krankenhaus vorhanden. 30 davon fallen zeitweise weg, wenn große Kranwagen Raum zum Rangieren brauchen. Das Kinderkrankenhaus Auf der Bult bedauert die Unannehmlichkeiten während der Bauphase, weist aber darauf hin, dass es sich keineswegs um Parkplätze des Kinderkrankenhauses, sondern öffentliche Stellplätze handelt. Große Kranwagen, die derzeit unter anderem die Bodenplatte und die Wandteile für einen Neubau aufstellten, bräuchten mehr Raum zum Rangieren, so dass man Parkplätze zeitweise sperren müsse.

Wenn der Grundstein für den Anbau - das so genannte Regiehaus - Ende März gelegt sei, werde sich die Lage aber entspannen, kündigte Kliniksprecher Björn-Oliver Bönsch an. „Langfristig sind wir aber sehr an einer ähnlichen Lösung wie beispielsweise am Zoo mit offenen Parkdecks interessiert“, sagt er auf Anfrage. Zumal nicht nur Besucher des Kinderkrankenhauses, sondern auch beispielsweise Pendler aus Kirchrode, die in der Innenstadt arbeiteten, ihr Auto auf dem Parkplatz abstellten und dann mit der Bahn weiter in die Stadt führen, um Kosten zu sparen. Dass es derzeit besonders eng rund um das Kinderkrankenhaus Auf der Bult sei, liege aber auch an den derzeitigen Leitungsarbeiten für das Aegidiushaus in direkter Nachbarschaft. „Aber auch deren Ende ist absehbar“, sagt Bönsch.

Am und im Kinderkrankenhaus Auf der Bult werden in den kommenden Jahren noch häufiger Bauarbeiter am Werk sein. Im Mittelpunkt steht ein Großumbau: So wird der Innenhof überbaut. Er soll zum zentralen Anlaufpunkt für Eltern, Kinder, Ärzte und Pfleger werden. Von dort aus werden dann drei Flure zu den Stationen abgehen. Da immer häufiger Eltern bei ihren kranken Kindern übernachten, braucht das Krankenhaus auch hierfür mehr Platz. Damit der Betrieb weiterlaufen kann, wird derzeit das Regiehaus aufgebaut. Die Bauarbeiten dafür haben im September begonnen. In diesem Gebäude werden dann die einzelnen Stationen untergebracht, die umgebaut werden sollen. Im Mai 2015 soll das Regiehaus fertig sein. Ende 2016 soll das gesamte Kinderkrankenhaus in seiner neuen Form bezugsfertig sein. Die Kosten liegen bei 45 Millionen Euro, wovon 28 Millionen Euro durch Fördermittel des Landes Niedersachsen getragen werden.

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