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Süd Anwohner protestieren gegen Seniorenwohnungen im Innenhof
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Anwohner protestieren gegen Seniorenwohnungen im Innenhof
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08:25 19.01.2011
Von Mathias Klein
In diesem weitläufigen Innenhof sollen Seniorenwohnungen entstehen.
In diesem weitläufigen Innenhof sollen Seniorenwohnungen entstehen. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Mit Transparenten und Plakaten wollen Döhrener Bürger gegen ein geplantes Bauprojekt in ihrem Stadtteil protestieren. Die Franz-Kühnemann-Stiftung plant im Innenhof zwischen Landwehrstraße, Fiedelerstraße und Helenenstraße den Bau von Seniorenwohnungen – die Bewohner der rund 250 Wohnungen ringsum fürchten um die Idylle der parkähnlichen Hofanlage. „Das Schlimme ist, dass dann Bäume gefällt werden“, sagt der Sprecher der Bürgerinitiative Klaus Geburek.

Die Bürger, betroffen sind rund 750 Bewohner, fürchten um ihre Ruhe, um die Pflanzen und um die dort lebenden Tiere. Unter anderem lebten dort Zwergfledermäuse. Bislang hat die Verwaltung die Bedenken der Bürger zurückgewiesen. Und ein zunächst geplantes Gerichtsverfahren ist der Initiative zu riskant.

Die Franz-Kühnemann-Stiftung plant im Innenhof, der als einer der größten Innenhöfe Hannovers gilt, den Bau von 15 seniorengerechten Wohnungen. Die Investitionssumme beträgt 2,5 Millionen Euro.

Ein letzter Versuch, das Projekt zu stoppen, ist jetzt eine Petition von Geburek an die Adresse von Umweltdezernent Hans Mönninghoff. Darin fordert er den Dezernenten auf, das Bauprojekt abzulehnen, weil die Freifläche „für das Mikroklima im Innenhofbereich eine besondere Bedeutung“ habe. Durch den weitläufigen Innenhof werde eine Zirkulation und ein Austausch von Luft bestmöglich erreicht.

Eingereicht hatte Geburek seine Petition bereits im Mai vorigen Jahres. Aber auch bei der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses erhielt er auf Nachfrage in der Bürgersprechstunde keine Antwort: Mönninghoff sagte, er könne sich an den Vorgang gar nicht erinnern.

Allerdings ist der geplante Bau bereits zum Politikum geworden: Intitiativensprecher Geburek, der früher für die SPD im Bezirksrat saß, war wegen der Haltung der hannoverschen Sozialdemokraten aus der Partei aus- und in die CDU eingetreten.

Die Franz-Kühnemann-Stiftung hatte schon frühzeitig das Gespräch mit den Anwohnern gesucht, berichtete der Vorstandsvorsitzende Dietmar Lenk. „Wir hatten den Eindruck, dass sich trotz der Gespräche an der negativen Einschätzung unseres Bauvorhabens nichts ändern wird“, meinte er. Seit Ende Oktober liegt die Baugenehmigung vor, allerdings gibt es zwei Widersprüche. Bis zum Monatsende, so erwartet Lenk, könnte die Stadt dann eine Entscheidung über die Widersprüche fällen. Falls diese zurückgewiesen würden, soll mit dem Bau begonnen werden, sobald es die Witterung zulässt.

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