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Süd Auf der Axia-Baustelle geht es nicht weiter
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Auf der Axia-Baustelle geht es nicht weiter
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15:38 06.08.2009
Auf der Axia-Baustelle ruhen derzeit die Arbeiten
Auf der Axia-Baustelle ruhen derzeit die Arbeiten Quelle: Krings
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Während auf einer anderen Baustelle der Axia im Zooviertel die Bauarbeiten beständig voranzuschreiten scheinen, liegt in Döhren alles unberührt. Eigentlich, so hatte Peter Schmidt, Geschäftsführer der ausführenden Firma Industriebau Wernigerode, noch vor ein paar Wochen gehofft, sollte es Mitte Juli mit dem Bau von 35 Mietwohnungen, einem Bürokomplex und einer Tiefgarage weitergehen. Doch geschehen ist nichts. Schmidt bestätigt den Stillstand auf Nachfrage des Stadt-Anzeigers.

Seine Auftraggeberin Axia und dort insbesondere der Geschäftsführer Spyridon Vassilopoulos seien für seine Firma seit mehr als zwei Monaten weder telefonisch, noch schriftlich, noch persönlich erreichbar. „Ich komme einfach nicht an Herrn Vassilopoulos ran“, schimpft Schmidt. So etwas habe er noch nie erlebt. Schließlich sei bei einem derart großen Bauvorhaben ständig etwas abzusprechen und man müsse darüber eigentlich stetig im Kontakt bleiben.

Inzwischen hat es aber Gespräche zwischen der Industriebau Wernigerode und der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) gegeben. Die VBL hat die Immobilien bereits im vergangenen Jahr von der Axia erworben, der Eigentumsübergang sollte aber erst nach Fertigstellung stattfinden. Die Beratungen in Karlsruhe seien sehr positiv verlaufen, berichtet Schmidt. Bei der VBL sei „richtig Energie und Kraft hinter der Sache“ und sie stehe hinter den Dingen. Es könne sein, dass die Arbeiten ohne die weitere Beteiligung der Axia fortgesetzt würden. „Dann wäre die Sache in drei Monaten erledigt“, mutmaßt der Geschäftsführer. Die Verhandlungen mit der Versorgungsanstalt seien aber noch nicht abgeschlossen. Die VBL bestätigt inzwischen, dass Gespräche geführt werden. „Wir sind in Verhandlungen“, stellt Pressesprecherin Andrea Reschka fest. Das Unternehmen möchte aber vor deren Abschluss weiter nichts zum Thema sagen. Seitens der Stadt hofft man, dass das große Bauprojekt einen guten Abschluss nimmt. „Ich finde es sehr bedauerlich, dass das Projekt so ins Stocken geraten ist“, sagt Hans-Heiner Schlesier, Sachgebietsleiter des Planungsbezirks Süd. Der Stadt seien aber die Hände gebunden, weil es sich um privates Eigentum handele.

Die Axia selbst war für eine Stellungnahme bis zum Redaktionsschluss nicht zu erreichen. Anscheinend ist Vassilopoulos aber auf der Baustelle im Zooviertel tätig. Dort arbeitet er am Umbau des seit elf Jahren leerstehenden früheren Verwaltungsgerichts an der Kolbergstraße, das die Axia vor sechs Jahren unter Vorbehalt erworben hatte. Nun sollen 13 luxuriöse Eigentumswohnungen mit zwei bis fünf Zimmern entstehen, die größte Einheit soll sich über 263 Quadratmeter Wohnfläche erstrecken. Jahrelang waren die Bemühungen des Investors, das etwa 1450 Quadratmeter große Eckgrundstück zu vermarkten, fehlgeschlagen – trotz der hervorragenden Wohnlage.

Von Sigrid Krings

06.08.2009
04.08.2009