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Süd Bald beginnen die Arbeiten am Backofen hinter der alten Schule
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Bald beginnen die Arbeiten am Backofen hinter der alten Schule
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09:52 27.02.2010
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Seit knapp zwei Jahren arbeitet die Arbeitsgemeinschaft Backofen an der Verwirklichung des Dorfprojekts. Im Frühling sollen die Arbeiten beginnen, schon im Sommer könnte in dem Ofen zum ersten Mal das Feuer geschürt werden. Das Projekt kostet etwa 15 000 Euro. Die AG hofft, dass der Bürgerverein Wülferode und der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode jeweils ein Drittel der Kosten übernehmen. Nach Auskunft von Jochen Weber von der Backofen-AG haben die Gremien bereits Interesse signalisiert. Das dritte Drittel soll durch Spenden zusammenkommen.

Voraussichtlich im März wird eine rund 20 Quadratmeter große Betongrundplatte hinter der Alten Schule gegossen werden. Darauf wird vielleicht schon im April ein Holzblockhaus gebaut. Anschließend beginnen die Mitarbeiter – größtenteils Handwerker aus Wülferode – mit dem Aufbau des Ofens. Rudi Becker, Rino Desiderio, Adi Herbst, Frank Timpe, Jochen Weber und Ronny Werner von der Backofen-AG haben nach langen Überlegungen beschlossen, mit Fertigbausätzen zu arbeiten. Die Kerngruppe der AG hat sich für einen Ofenbausatz entschieden, dessen Sockel in Eigenarbeit gemauert wird. Darum herum wird ein stabiles Fertig-Holzblockhaus errichtet – mit Sitz- und Arbeitsflächen innen und einem Fenster nach außen, durch das der Ofen befüllt und natürlich auch entleert werden kann.

Anfänglich hatte die AG auch darüber nachgedacht, das alte Backhaus der Familie Niebuhr am nördlichen Ortseingang zu sanieren und als Dorfbackhaus zu nutzen. Die Restauration des baufälligen Fachwerkhäuschens wäre jedoch sehr kostspielig geworden. Außerdem befand die Backofen-AG, dass eine Anbindung an die Alte Schule sinnvoll sei, weil das Backhaus dann auch bei Festen einbezogen werden könne. Die Wülferoder sollen den Ofen nutzen, um Brot, Pizza, Kuchen oder auch Fleisch zu backen. Da die Bedienung eines solchen Ofens Erfahrung erfordert, will die Kerngruppe zunächst sich selbst und später weitere Nutzer in den Umgang mit dem Ofen einarbeiten. Derzeit rechnet die AG mit etwa acht jährlichen Backterminen.

Karin Vera Schmidt