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Süd Bezirksrat fordert ein Ende der Testphase
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Bezirksrat fordert ein Ende der Testphase
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11:56 18.06.2010
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Mit diesem interfraktionellen Antrag, der in der jüngsten Sitzung einmütig verabschiedet wurde, wollen die Stadtteilpolitiker verhindern, dass sich die Verwaltung zunächst um die Auswertung kümmert und während dieser Zeit den von Anwohnern heftig kritisierten Versuch weiterlaufen lässt. Außerdem soll die Stadt ihre Auswertungsdaten möglichst rasch vorlegen. „Und zwar völlig ergebnisoffen“, betonte SPD-Fraktionschef Bert Oltersdorf. Denn die Ergebnisse aus dem seit März andauernden Versuch nähmen auch Einfluss auf den noch ausstehenden letzten Sanierungsabschnitt in der Wiehbergstraße.

Auf den Unmut vieler Anwohner über die Sperrung und die zusätzliche Belastung anderer Straßen hatte die Verwaltung vor einigen Tagen reagiert. Sie ließ in der Willmerstraße Fahrspuren anders aufzeichnen – um die Rechtsabbiegerspur zur Hildesheimer Straße freizuhalten – und an der Kreuzung Schützenallee / Brückstraße die Vorfahrtsregelung ändern. Das soll helfen, die chaotischen Begleiterscheinungen des Verkehrsversuchs abzumildern. „Es kann doch aber nicht sein, dass die Stadt mitten im laufenden Versuch neue Regelungen einführt“, wetterte der Linke-Bezirksratsherr Manfred Milkereit. In den Fraktionen machte sich die Sorge breit, dass die Verwaltung womöglich kein so frühes Ende ihres Versuchs anstrebt – weshalb sie auch den unmittelbaren Abbau sämtlicher provisorischer Hinweisschilder forderten. „Dieser Antrag ist vorsorglich gemeint“, sagte Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck.

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Zwar hatte die Stadt vor Monaten angekündigt, dass der Versuch nur bis Ende Juni läuft. Aber die veränderten Verkehrsregeln führen nun möglicherweise zu einer längeren Laufzeit. Einen Termin konnte Stadtsprecher Dennis Dix auf Anfrage des Stadt-Anzeigers nicht nennen. Zudem will die Stadt den Versuch auch während der Auswertungsphase laufen lassen. „Das dauert bis in den Sommer hinein, genauer lässt es sich jetzt noch nicht sagen“, sagte Dix. Doch so schwammige Ansagen wollte im Bezirksrat niemand hinnehmen. „Die Anwohner müssen die Wiehbergstraße bald wieder nutzen können“, forderte Gabriele Jakob, Fraktionschefin der Christdemokraten. Gleichwohl sollten auch rasch Lösungen gefunden werden, wie der Durchgangsverkehr vom Viertel ferngehalten werden könne.

Marcel Schwarzenberger

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