Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Süd Büchereien wollen besser werden
Hannover Aus den Stadtteilen Süd

Büchereien wollen besser werden

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:49 19.11.2019
Anzeige

Mit insgesamt vier Millionen Ausleihen im Jahr 2008 sind die zentrale Stadtbibliothek und ihre 17 Filialen die am häufigsten genutzte kulturelle Einrichtung der Stadt, wie Kulturchefin Carola Schelle-Wolff betont. Trotzdem seien die Besucherzahlen rückläufig. Deshalb wollen die Büchereien Besucher- und Ausleihzahlen verbessern. Die Bibliotheken arbeiten bereits eng mit Kindergärten und Schulen zusammen. Diese Bildungspartnerschaft soll systematisch ausgebaut werden. Auch über ein Büchereimaskottchen, etwa eine Handpuppe, wird nachgedacht. Sie soll den Wiedererkennungswert der Büchereien bei den jüngeren Lesern erhöhen. Schelle-Wolff kann sich spezielle Jugendecken, sogenannte Freestyle-Bereiche, für alle Stadtteilbibliotheken vorstellen. „Jugendliche brauchen eine spezielle Ansprache“, begründet sie diese Marketingstrategie, weiß aber auch, dass der Stadt das Geld dafür derzeit fehlt.

Immerhin wurde das Budget der Büchereien 2008 aufgestockt, so dass für 933.000 Euro neue Medien angeschafft werden konnten. Damit seien zehn Prozent des Bestands erneuert worden, berichtet die Bibliothekschefin. Wünschenswert sei jedoch mehr Geld, um auch stärker nachgefragte Bücher oder Computersoftware anbieten zu können. Wenn jemand ein halbes Jahr auf Medien warten müsse, weil diese ausgeliehen seien, „dann ist das entschieden zu lang“, sagt Schelle-Wolff. Und schließlich sollen die Bibliotheken auch bei ihren Öffnungszeiten kundenfreundlicher werden. Befragungen hätten unter anderem ergeben, dass mancher Leser auch gerne einmal vormittags eine Bücherei aufsuchen wolle, sagt Schelle-Wolff. Zurzeit haben die meisten Büchereien montags und donnerstags von 12 bis 19 Uhr, dienstags und freitags von 11 bis 17 Uhr und manche auch am Sonnabend von 10 bis 13 Uhr geöffnet. In diesem Jahr sollen die Öffnungszeiten deshalb auf den Prüfstand kommen. Angesichts veränderter Lebensgewohnheiten müsse man sich fragen, ob manche Öffnungszeiten noch zeitgemäß seien, sagt Schelle-Wolff.

Anzeige

ja