Umgestaltung - Büntegraben erhält ein neues Bett – HAZ – Hannoversche Allgemeine
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Süd Büntegraben erhält ein neues Bett
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Büntegraben erhält ein neues Bett
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16:10 20.11.2009
Die Stadtentwässerung baut das letzte Stück des Büntegrabens naturnah aus.
Die Stadtentwässerung baut das letzte Stück des Büntegrabens naturnah aus. Quelle: Krings
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Noch ist außer Matsch nicht viel zu sehen, doch bald schon soll direkt entlang des Grundstücks der Firma Boehringer Ingelheim östlich der Bemeroder Straße in Kirchrode der Büntegraben in einem neuen Bett verlaufen.

In diesen Tagen hat die Stadtentwässerung damit begonnen, das letzte Teilstück des Grabens naturnah auszubauen. Auf einer Länge von fast 300 Metern und einer Breite von 15 Metern wird das schmale Flüsschen, das derzeit noch still in gerader Linie dahinplätschert, verbreitert. Die Böschungen werden abgeflacht und mit heimischen Gehölzen bepflanzt, die sich üblicherweise in der Nähe von Gewässer ansiedeln. Dies soll die Grundlage für eine naturgemäße Entwicklung des Gebiets schaffen. Künftig wird der Graben zudem nicht mehr gerade, sondern dem natürlichen Verlauf eines Flusses entsprechend schlangenlinienförmig verlaufen. Die Umgestaltungsarbeiten werden voraussichtlich im Januar 2010 abgeschlossen sein und kosten rund 150 000 Euro. Sie sind die letzte Etappe des städtischen Konzepts für vorbeugenden Hochwasserschutz in Kirchrode. Im Laufe des vergangenen Jahres hat die Stadtentwässerung im Rahmen dieses Konzepts bereits ein Regenrückhaltebecken an der Lange-Hop-Straße für etwa 820 Kubikmeter Regenwasser und ein weiteres, rund 5800 Kubikmeter Wasser fassendes, direkt am Auslauf des Büntegrabens auf den Büntewiesen gebaut. Zeitgleich wurde schon ein etwa 700 Meter langes Stück des Gewässers naturnah ausgebaut und an das ebenfalls neue Rückhaltebecken östlich der Brabeckstraße angebunden.

Diese umfassenden Maßnahmen zum Hochwasserschutz waren notwendig geworden, weil der Büntegraben das Niederschlagswasser in den Vorjahren nicht mehr ausreichend abführen konnte. Der Graben nimmt über ein Regenwasserkanalnetz das Regenwasser aus Kirchrode auf und leitet es anschließend über den Landwehrgraben in die Leine ab. Besonders von Hochwasser betroffen waren mehrere Kleingartenkolonien. So standen etwa etliche Gärten des Kleingartenvereins Waldesgrün östlich des Messeschnellwegs regelmäßig unter Wasser. Dies sei durch den Ausbau des Entwässerungsgrabens nun kein Thema mehr, freut sich die Vorsitzende des Vereins Sylvia Fuß.

von Sigrid Krings

20.11.2009
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