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Süd CDU will Bau des Wasserkraftwerks verhindern
Hannover Aus den Stadtteilen Süd CDU will Bau des Wasserkraftwerks verhindern
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14:38 24.06.2010

Die Christdemokraten kritisieren vor allem, dass die Stadt den umstrittenen Bau als Klimaausgleich für die Ökosiedlung In der Rehre in Wettbergen fördern will. Sie verlangen, dass sich die Stadt nach alternativen Kompensationsmaßnahmen umsieht. Mit einer hauchdünnen Mehrheit und der Unterstützung der Vertreter von WfH, FDP und der Linken setzte die CDU ihre Forderung in der jüngsten Bezirksratssitzung durch. SPD und Grüne stimmten gegen den Antrag, unterlagen den anderen Fraktionen aber mit einer Stimme weniger.

Seine Fraktion befürchte, dass das Wasserkraftwerk „erhebliche negative Auswirkungen“ auf das Ökosystem der Leine und die Anwohner nach sich ziehe, erläuterte Günter Porsiel (CDU). „Es kann bei Hochwassern zu großen Problemen kommen“, sagte er. Allerdings hat die Stadt längst einen Vorvertrag mit dem fränkischen Investor AUF Eberlein & Co. GmbH abgeschlossen, der das Kraftwerk bauen und betreiben will. Dafür soll dieser einen Zuschuss in Höhe von 300 000 Euro erhalten.

Damit verbunden ist aber eine garantierte Produktionsmenge von mindestens 1300 Megawattstunden Ökostrom pro Jahr. Das ist die Verbrauchsmenge an Strom, die voraussichtlich in den 330 Wohneinheiten anfällt, die im Wettberger Baugebiet geplant sind. Dort sollen zwar ab 2011 nur Passivhäuser errichtet werden; ganz ohne Strom kommen aber auch sie nicht aus. Um die Kohlendioxidemission klimaneutral zu halten, hat die Stadt die kohlendioxidfrei arbeitende Wasserkraftanlage in Döhren als Kompensationsmaßnahme ausgeguckt.

Ob diese Anlage nun tatsächlich gebaut werden kann, muss im derzeit laufenden Planfeststellungsverfahren geprüft werden. Erst mit einem bestandskräftigen Beschluss kann die Stadt einen endgültigen Vertrag mit dem Investor unterzeichnen, der rund 3,3 Millionen Euro in das Kraftwerksprojekt stecken will. Die Bezirksratsmehrheit will mit ihrem Antrag erreichen, dass die Stadt nicht mehr auf das Kraftwerk angewiesen ist, um ihre Klimaziele in Wettbergen zu erreichen.

Wie berichtet, laufen viele Döhrener schon längere Zeit Sturm gegen das Kraftwerksprojekt an der Leineinsel. Sie befürchten steigende Hochwassergefahr, feuchte Keller und dauerhaften Betriebslärm. Im Rat der Stadt waren auch Zweifel an der Wirtschaftlichkeit des Vorhabens laut geworden. Im Februar hatte die Ratsmehrheit dennoch dem Vorvertrag zwischen Stadt und Investor zugestimmt.

Marcel Schwarzenberger

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