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Süd Café-Besitzer baut Pavillon im Herbst ab
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Café-Besitzer baut Pavillon im Herbst ab
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11:40 26.08.2010
Die Stadt bestreitet, eine Genehmigung für Pavillon und Pflanzsäulen an der Böhmerstaße erteilt zu haben. Quelle: Schmidt
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Das Café Zwischendurch an der Ecke von Böhmer- und Mendelssohnstraße darf nun doch bis zum Herbst seine umgestaltete Außenbewirtschaftung beibehalten. Eigentlich sollte Cafébetreiber Kurosch Randjbar seine eigenmächtig angebrachten Zusatz-Installationen auf dem Bürgersteig schon bis zum 15. Juni dieses Jahres wieder abgebaut haben. Hausbewohner hatten sich über Lärm und Zigarettenrauch beschwert. Auch Stadtgestalter Thomas Göbel-Groß, Marktamtsleiter Michael Flohr und die Stadtbezirksmanagerin Kirsti Hogan waren sich darüber einig, dass die Nutzung des Bürgersteigs nicht der städtischen Sondernutzungs-Satzung für öffentliche Verkehrsflächen entspreche. Zudem seien die Aufbauten an der Böhmerstraße möglicherweise nicht standsicher.

Grundsätzlich hat Kurosch Randjbar schon seit Jahren eine Genehmigung für den Betrieb seiner Außenbewirtschaftung. Doch im vergangenen Herbst hatte er an der Straßenecke zusätzlich zu den bestehenden Tischen und Stühlen einen Holzpavillon mit einer farbigen Glasscheibe und diverse Pflanzsäulen mit Windschutzscheiben dazwischen angebracht. So wollte er für seine Gäste einen Wind- und Sichtschutz sowie eine gewisse Privatsphäre schaffen. Angeblich hatte ihm im städtischen Marktamt jemand eine mündliche Genehmigung für diese Umgestaltung erteilt. Thomas Göbel-Groß hält das für sehr unwahrscheinlich. „Wir haben jetzt aber besprochen, dass er in dieser Saison geduldet so weitermachen darf, damit er seinen Betrieb noch wirtschaftlich betreiben kann“, erläuterte der Verwaltungsexperte dieser Zeitung. Der Sommer sei für Gastronomen mit Außenbewirtschaftung überlebenswichtig.

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Im Spätsommer soll Randjbar eine Planung vorlegen, wie er seine Außenbewirtschaftung im kommenden Jahr gestalten will. Es sei sicher, so Göbel-Groß, dass es im nächsten Jahr an der Straßenecke ganz anders aussehen werde: „Dieses Mal wird es gemeinsame Spielregeln geben.“

Karin Vera Schmidt