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Süd Denkmalschützer stoppen Bauernhof-Abriss an der Wülfeler Straße
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Denkmalschützer stoppen Bauernhof-Abriss an der Wülfeler Straße
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16:00 18.02.2011
Umbau ja, Abriss nein - mit dieser Verfügung der Denkmalpfleger droht dem Investor nach eigenen Angaben die Insolvenz. Quelle: Philipp von Ditfurth
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Wie gewohnt begann auch die jüngste Sitzung des Bezirksrats Kirchrode-Bemerode-Wülferode mit einer Einwohnerfragestunde. Das ist jener Tagesordnungspunkt, bei dem Bürger Gelegenheit haben, sich mit Fragen und Anregungen direkt an das Gremium zu wenden. Doch dieses Mal drängten mehrere Besucher die Mitglieder des Bezirksrats in eine Zuschauerrolle und diskutierten ausschließlich mit Stadtplaner Matthias Fabich über ein mögliches Baugebiet an der Wülfeler Straße 9 in Bemerode. Das Hildesheimer Bauunternehmen GTP Bau hatte das Grundstück im Frühjahr 2010 erworben, um den verlassenen und verfallenen Bauernhof an dieser Stelle abzureißen und dort mehrere Einfamilienhäuser zu errichten. An vier Interessenten hat die GTP Bau nach eigenen Angaben sogar schon Parzellen zum Bau eines Hauses verkauft. Doch jüngst stellte das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege das Anwesen an der Wülfeler Straße 9 in Verbindung mit weiteren Gebäuden im alten Ortskern Bemerode unter Ensembleschutz. Damit kann dieser Komplex zwar umgebaut, aber nicht mehr abgerissen werden; auch Neubauten zwischen den Gebäuden sieht das Denkmalamt „kritisch“. Der Baufirma droht nun nach eigenen Angaben die Insolvenz.

Katharina Lorberg, Ehefrau von GTP-Bau-Geschäftsführer Oliver Lorberg, kritisierte in diesem Zusammenhang die Stadtverwaltung. „Die ganze Zeit wurde das Bauvorhaben von der Stadt positiv kommuniziert“, sagte sie. Nachdem sie wenige Stunden zuvor noch mit der Verwaltung telefoniert habe, sei wenig später ein Fax vom Denkmalamt gekommen, das sie über den Ensembleschutz unterrichtet habe.

Bei der Frage, ob die Stadt eine Bauvoranfrage für das Projekt tatsächlich positiv beschieden habe, konnte die GTP Bau allerdings nicht mit Fakten aufwarten und auch nicht den entsprechenden Bescheid vorlegen. Stadtplaner Fabich bestritt, dass die Verwaltung einer solchen Bauvoranfrage zugestimmt habe. Der GTP Bau sei die rechtliche Situation ebenso bekannt gewesen wie die Tatsache, dass das Landesamt für Denkmalschutz den Bemeroder Ortskern auf seinen Wert als Denkmal prüfen wollte. Außerdem verwies Fabich darauf, dass das Denkmalamt eine Landesbehörde sei und daher unabhängig von der Stadt Hannover agiere.

Schließlich kam auch wieder der Bezirksrat ins Spiel. In der Sitzung wurde über den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Bemeroder Höfe diskutiert, dem das Gremium im November 2010 einstimmig zugestimmt hatte. Dieser sieht vor, die Wülfeler Straße 9 in ein allgemeines Wohngebiet umzuwandeln. Allerdings wird darin auch gesagt, dass der „historisch gewachsene Bemeroder Dorfkern“ erhalten werden soll. „Dieser Aufstellungsbeschluss ist uns nicht rechtzeitig zugegangen“, kritisierte Lorberg. „Das muss er auch nicht“, entgegnete Fabich. Daraufhin beendete Bezirksbürgermeister Manfred Benkler die Diskussion. „Es geht hier um eine rechtliche Auseinandersetzung, die die Belange des Bezirksrats übersteigt“, stellte der Sitzungsleiter fest.

Christian Link

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