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Süd Die Wahrzeichen Hannovers als Postkarte
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Die Wahrzeichen Hannovers als Postkarte
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14:15 18.08.2011
Texter und Zeichner: Christian Engelken (links) und Alexander Paul sind gemeinsam kreativ – im Dienste Hannovers. Quelle: Ebert
Hannover

„Manchmal fühle ich mich wie ein Schmetterlingsfänger“, sagt Christian Engelken. „Entweder man fängt eine gute Idee, oder eben nicht.“ „Gefangen“ hat der Kirchröder auch die Kröpcke-Uhr, vor der er gerade sitzt. Sie ist eines der Wahrzeichen Hannovers, die Engelken derzeit auf Postkarten bannt – allerdings nicht einfach als Foto. Engelken nennt seine Karten „Stadt-Epigramme“: Es sind charakteristische Zeichnungen, gepaart mit humorigen Sprüchen und ein paar ernsthaften Fakten auf der Rückseite.

Von der Kröpcke-Uhr und dem Neuen Rathaus, über Opernhaus und Maschsee bis zum Ernst-August-Denkmal – Engelken nimmt sich Hannovers Schönheiten vor. Insgesamt zehn „Stadt-Epigramme“ hat er bereits geschaffen. Die Verse schreibt der Buchhändler selbst. Sie seien „leicht ironisch, aber keineswegs zynisch“. So wie seine Zeilen über das berühmte Reiterdenkmal vor dem Hauptbahnhof: „Ernst August war der Eisenbahn nicht eben zugetan. Drum schaut sein Gaul sie mit dem Hintern an.“

Bereits als Schüler fand Engelken Gefallen daran, seine Aussagen möglichst klar, einprägsam und mit überraschender Pointe zu treffen. „Von Labertaschen und Mitschülern, die schwammig formuliert haben, war ich stets genervt“, sagt er. Lyrik dagegen liegt Engelken schon immer am Herzen. Die ersten „Stadt-Epigramme“ ersann er 2005, zunächst allerdings über Hildesheim, dem Geburtsort seines Vaters. „Das kam wie von selbst“, sagt er. „Plötzlich waren die ersten Reime da.“

Ab dann nahm alles seinen Lauf: Die Hildesheim-Epigramme erschienen in einem Buch. Und Anfang 2008 begann Engelken, auch über seine Heimat Hannover zu dichten – nicht zuletzt, weil ihn die Geschichte der Landeshauptstadt interessiert. Beim bloßen Dichten sollte es aber dieses Mal nicht bleiben: „Ich wollte meine Hannover-Verse auch verbreiten“, sagt der 46-Jährige. Inspiriert von der alten Gattung der Großstadtlyrik sei ihm dabei der Gedanke mit den Postkarten gekommen, erklärt Engelken.

Für die Verwirklichung seiner Idee fehlte ihm allerdings ein Zeichner. Hier kam Alexander Paul ins Spiel: Engelken hatte seinen späteren Kompagnon über das Internet gesucht – und gefunden. Paul kommt aus Wettbergen und arbeitet als Grafiker in einer Werbeagentur. Für ihn ist die Sache mit den Postkarten ein willkommener Ausgleich: „Es ist ein richtiges Liebhaberprojekt“, sagt er.

Für den Grafiker hat vor allem die Art der Zeichnungen seinen Reiz: „Unsere Postkarten bilden immer etwas Surreales ab, ich zeichne die Sehenswürdigkeit nicht unbedingt so, wie man sie von Fotos kennt“, sagt Paul. Auf der Karte zum Großen Garten wird etwa Kurfürstin Sophie auf spezielle Art zum Leben erweckt: elegant vor dem Gartentor thronend, aber mit Gießkanne und Harke in der Hand. Und auch das Bild über den Zoo ist ungewöhnlich, sitzt da doch Wilhelm Busch zeichnend vor dem Affenhaus.

Seit Herbst vergangenen Jahres arbeiten Paul und Engelken zusammen. Entstanden sind seither die ersten „Top Ten“ der Stadt-Epigramme. Die beiden wollen mit ihren Postkarten Besucher und Bewohner Hannovers erreichen. Ziel des Projekts ist es, Lyrik und Zeichnungen über alle Stadtbezirke auf Karten festzuhalten – und anschließend in einem Buch herauszubringen. Und auch die nächsten zwei Motive stehen schon fest: Das Anzeigerhochhaus und die Nord-LB.

Die ersten zehn „Stadt-Epigramme“ von Texter Christian Engelken und Zeichner Alexander Paul sind für einen Euro in Lehmanns Buchhandlung, Georgstraße 10, erhältlich.

Melissa Ebert

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