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Süd Drei Straßen in der Südstadt werden saniert
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Drei Straßen in der Südstadt werden saniert
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14:51 27.02.2014
Foto: Anderswo in Hannover hagelt es Kritik an den von der Stadt geplanten Straßensanierungen - in der Südstadt aber hat der zuständige Bezirksrat die Liste der Verwaltung nun abgenickt.
Anderswo in Hannover hagelt es Kritik an den von der Stadt geplanten Straßensanierungen - in der Südstadt aber hat der zuständige Bezirksrat die Liste der Verwaltung nun abgenickt. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Südstadt

Anderswo in Hannover hagelt es Kritik an den von der Stadt geplanten Straßensanierungen - in der Südstadt aber hat der zuständige Bezirksrat die Liste der Verwaltung nun abgenickt. Drei Straßenzüge sollen hier erneuert werden: Pfalzstraße, Seilerstraße und Freiligrathstraße. Die Südstädter Straßen gehören zu jenen 45, von denen Tiefbauamtsleiter Andreas Bode sagt: „Sie brauchen aus unserer Sicht eine Runderneuerung.“

Die drei Straßen weisen zwar an der Oberfläche zahlreiche geflickte Stellen auf, das Problem aber, betonte Bode, liege im Untergrund. Eine bloße Erneuerung der Fahrbahndecke reiche da nicht mehr, sagte er in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Südstadt-Bult. Damit kommt die Straßenausbausatzung (Strabs) zum Zuge, nach der die Verwaltung die Eigentümer angrenzender Grundstücke an den Baukosten beteiligt. 200 Straßen sollen in den nächsten Jahren in ganz Hannover saniert werden; auch in den südlichen Stadtteilen kommen dann weitere dazu.

In anderen Stadtbezirken zogen die Politiker die Verwaltungsvorlage nach heftigen Debatten zur Beratung in die Fraktion. In Südstadt-Bult sollen - so verlangten es SPD und Grüne in einem Zusatzantrag - sogar noch zwei Straßen dazukommen: Auch die Bürgermeister-Fink-Straße und die Akazienstraße sollen grundsaniert werden. Alle anderen Fraktionen stimmten gegen den Zusatz, und auch gegen die Verwaltungsvorlage. Die CDU ist ohnehin grundsätzlich gegen die Strabs. FDP-Bezirksratsherr Thomas Siekermann verwies auf die problematische Lage in den Südstädter Wohnquartieren, die von Langzeitbaustellen wie Sallstraße und Große Barlinge genervt seien. „Muss denn diese Sanierung jetzt auch noch stattfinden?“, fragte er. Spätestens im Herbst will die Stadt mit den ersten Straßenzügen beginnen. Wo genau, das steht noch nicht fest.

Tiefbauamtsleiter Bode betonte, dass die ausgesuchten Straßen in einigen Jahren sowieso zur Grunderneuerung anstünden. Die Anlieger profitierten von den Rahmenbedingungen des frisch aufgelegten Sanierungsprogramms. „Wir machen so viel nötig, aber so wenig wie möglich“, sagte Bode. Das heißt: Alle Straßen bleiben im alten Straßenprofil erhalten. Es gibt keine Gehwegverbreiterung, keine Neuordnung von Parkplätzen oder teure Aufpflasterungen. Das soll die Kosten minimieren. Wie teuer jede einzelne Straße wird und welchen Sanierungsaufwand die Stadt tatsächlich betreiben muss, sollen detaillierte Probebohrungen erst noch ergeben - sobald das Programm auch vom Rat der Stadt abgesegnet ist. Derweil sehen viele Eigentümer, von denen etliche auch an den betroffenen Straßen wohnen, die auf sie zukommenden Kosten mit Sorge. Einer von ihnen ist Ottmar Baldauf, der an der Freiligrathstraße wohnt. „Die Straße ist vielleicht nicht in Topzustand, aber das sorgt dafür, dass die Autos langsamer fahren. Das ist doch gut.“ Andererseits sei er zwar bereit, „auch einen Obolus zu leisten“, wenn eine Sanierung unumgänglich sei. Aber wenn, dann sollten die Kosten gedeckelt werden, wie es jüngst der Bezirksrat Döhren-Wülfel forderte. Das Gremium schlug vor, dass die Eigentümer höchstens 40 Prozent der Kosten zu tragen hätten. Laut Strabs werden Eigentümer von Flächen an Anliegerstraßen mit 75 Prozent beteiligt; das träfe auf Freiligrath- und Pfalzstraße zu. Die Seilerstraße gilt als Straßenzug für den innerörtlichen Verkehr. Dort schwankt die Gebührenbelastung je nach sanierter Teilfläche zwischen 40 und 70 Prozent.

Marcel Schwarzenberger

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