Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Süd Ein Stadtteil mit zwei Büchereien
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Ein Stadtteil mit zwei Büchereien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:47 23.04.2010
Von Michael Zgoll
Mini-Bibliothek in Döhren
Schon in den ersten Tagen stieß die neue Mini-Bibliothek mit ihrem Gratisangebot auf reges Interesse. Quelle: Zgoll
Anzeige

In Döhren gibt es seit wenigen Tagen zwei Büchereien: Eine große, von der Stadt betriebene Stadtteilbibliothek in der Peiner Straße und eine kleine, vom guten Willen der Bürger abhängige Mini-Bücherei am Fiedelerplatz. In der Vorwoche wurde an der Nordseite des Döhrener Platzes der 16. „Offene Bücherschrank“ in Hannover eröffnet. Dort können sich Literaturliebhaber umsonst und draußen Lesestoff ausleihen; wer ein gutes Buch übrig hat, darf dieses natürlich auch in den hölzernen Schrank hineinstellen. Im Rahmen einer kleinen Eröffnungszeremonie erinnerte Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck daran, dass „Bücher für jedermann“ viele Jahrhunderte lang ein unvorstellbarer Luxus waren; umso mehr hoffe sie, dass die Gratisentleihe am Fiedelerplatz oft und reichlich genutzt werde.

Gebaut worden ist der Döhrener Bücherschrank vom Werkstatt-Treff Mecklenheide, die Kosten in Höhe von 1800 Euro teilen sich der Bezirksrat Döhren-Wülfel (1500 Euro) und die Seelhorster Firma Kellner-Bau (300 Euro). Eine Patenschaft hat die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld übernommen, deren Vorsitzende Sunnhild Reinckens beim Enthüllen des Freiluftregals denn auch selbst Hand anlegte. Ein Auge auf das neue Möbelstück will ebenfalls Sandra Leichtmann-Karlauf vom gegenüberliegenden Blumenladen „Florales Ambiente“ haben. Vorbildliches Engagement legte Christine Ranke-Heck anlässlich der Eröffnung des Bücherschranks an den Tag: Sie stellte ihre kleine Sammlung von Hermann-Hesse-Büchern ins Regal.

Schon in den ersten Tagen war unübersehbar, dass die neue Minibibliothek die Döhrener anspricht. Häufig standen kleine und große Gruppen von Neugierigen am Regal und sondierten die Literaturlage. Dabei offenbarte sich eine große Bandbreite an Autoren, von Utta Danella und Heinz G. Konsalik über John Grisham und Heinrich Böll bis zu John Updike und Jean-Paul Sartre. Eher in die Röhre gucken mussten allerdings die jüngeren Leser: Kinder- und Jugendbücher sind – zumindest derzeit noch – so gut wie gar nicht im Angebot.

23.04.2010
Süd Anderten / Misburg-Süd - Verschiebungen sind möglich
23.04.2010