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Süd Eltern protestieren gegen Schulfusion
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Eltern protestieren gegen Schulfusion
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09:03 26.03.2009
Bei den Fusionsplänen sieht sich die Gustav-Stresemann-Realschule als Bauernopfer. Quelle: Jana Striewe
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Vor allem Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne (SPD) wurde dabei zur Zielscheibe und musste sich – nach Buhrufen und Pfiffen bei der 100-Jahr-Feier der Realschule vor knapp zwei Wochen – erneut persönliche Angriffe gefallen lassen, die in der Forderung eines Schülers nach Pollähnes Rücktritt gipfelten. Kritik gab es aber auch aus den Reihen des Bezirksrats: Während Linkevertreter Roland Schmitz-Justen aus Protest nicht an den Abstimmungen teilnahm und sich zu den Zuschauern stellte, sprach sich die CDU deutlich gegen eine Zusammenlegung aus.

Bei den Fusionsplänen der Stadt sieht sich die Gustav-Stresemann-Realschule als Bauernopfer: „Hier sollen der Schwund des Realschulzweigs der Heinrich-Heine-Schule verschleiert werden und die Bonner Schule an ein saniertes Gebäude kommen“, klagte Elternvertreter Thomas Reiche. „Kinder sind keine Joghurtbecher, die man so lange stapeln kann, bis es passt“, sagte sein Amtskollege Sven Schumburg. Schließlich übergaben Lehrer und Schüler eine Unterschriftenliste für den Erhalt der Gustav-Stresemann-Realschule mit mehr als 200 Namen an Pollähne. Der Bezirksbürgermeister sieht die persönlichen Attacken der Zuschauer gegen ihn imNachhinein gelassen. „Wer in die Politik geht, muss damit rechnen, ausgemeckert zu werden“, kommentierte Pollähne die Äußerungen, stellte allerdings auch fest: „Das war teilweise deutlich unter der Gürtellinie.“

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Den politischen Willen der Stadt und des Bezirksrats hat aller Protest allerdings nicht geändert. Mehrheitlich stimmte das Gremium einer Zusammenlegung der beiden Schulen zu. Diese beginnt organisatorisch mit Beginn des neuen Schuljahres im August, der tatsächliche Umzug ist für das Schuljahr 2010 geplant. Ebenfalls mehrheitlich hat der Bezirksrat einem Zusatzantrag von SPD und Grünen zugestimmt, dass mit der Zusammenlegung ein Ganztagsschulbetrieb angestrebt werden und die Perspektive auf den Ausbau als Integrierte Gesamtschule (IGS) ohne Gymnasialzweig liegen soll. FDP-Vertreter Thomas Siekermann scheiterte mit seinem Vorschlag, eine Zusammenlegung von der Zustimmung der beiden Schulvorstände abhängig zu machen.

Die Drucksache zur Zusammenlegung geht nun ihren weiteren Gang durch die politischen Gremien. Gestern nach Redaktionsschluss hat sich der Schulausschuss damit beschäftigt, heute wird das Thema im Verwaltungsausschuss diskutiert.

von Daniela Beyer

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