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Süd Falschparker blockieren Feuerwehrausfahrt
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Falschparker blockieren Feuerwehrausfahrt
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13:19 23.01.2014
Von Margret Jans-Lottmann
Wenn Autofahrer ihre Fahrzeuge zu nah an der Ausfahrt parken, kommen die großen Einsatzfahrzeuge nicht um die Kurve. Quelle: Holland
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Wülfel

Wenn es in Wülfel, Döhren, Mittelfeld, Seelhorst, Waldheim, Waldhausen oder der Südstadt brennt, zählt für die Ortsfeuerwehr Wülfel jede Sekunde - vor allem dann, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten. In diesen Fällen rückt sie gemeinsam mit den Kollegen von der Berufswehr der Feuerwache 3 in der Südstadt aus. „Die Feuerwehr muss 9,5 Minuten nach der Alarmierung vor Ort sein, sonst haben Menschen in Brandräumen keine Chance mehr“, sagt Feuerwehrsprecher Jan Feichtenschlager. In den vergangenen Wochen aber drohte so mancher Einsatz der Feuerwehr Wülfel schon nach wenigen Metern in einer Sackgasse zu enden: Falschparker hatten die Ausfahrt des Gerätehauses am Marahrensweg mit ihren Autos zugeparkt.

Besonders schlimm sei es während der Umbauarbeiten in der benachbarten Loccumer Straße gewesen, berichtet der stellvertretende Wülfeler Ortsbrandmeister Sascha Kompalla. Weil zu dieser Zeit etliche Parkplätze am Straßenrand mit Baumaterial blockiert gewesen seien, hätten viele Autofahrer ihre Fahrzeuge im Marahrensweg bis nah an die Feuerwehrzufahrt geparkt. Das habe sich auch Wochen nach den Bauarbeiten kaum geändert. Die Autofahrer hatten dabei zwar Platz für einen Pkw gelassen, nicht aber für die sieben bis elf Meter langen Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr mit ihrem großen Wendekreis.

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Immer wieder hatte die Ortsfeuerwehr deshalb die Polizei gerufen, wie Kompalla berichtet. Die versprach denn auch, den Bereich verstärkt zu kontrollieren. Die Streifenkollegen würden in solchen Fällen Knöllchen verteilen, in manchen Fällen aber auch die Halter der Fahrzeuge ermitteln und sie auffordern, ihre Autos wegzufahren, sagt ein Polizeisprecher. Manchmal werde aber auch gleich der Abschleppdienst gerufen. „Bei einer Feuerwehrausfahrt ist die Lage eindeutig“, betont der Sprecher.

Weniger eindeutig ist die Lage dagegen auf dem rotgepflasterten Fußweg im Marahrensweg, der auch gegenüber der Feuerwehrausfahrt verläuft. Dieser sei weder mit einem Schild als solcher gekennzeichnet, noch habe er einen Bordstein, sagt der stellvertretende Ortsbrandmeister. Auch dort parkten immer mal wieder Autos und behinderten Feuerwehrfahrzeuge, die dann mit ihrem großen Kurvenradius nicht um die Ecke kämen. Statt nach rechts in den Marahrensweg zu fahren, sei nur der Umweg geradeaus in die Claudiusstraße und dann über die Straße Am Mittelfelde möglich. „Dadurch verlieren wir wertvolle Zeit“, betont Kompalla. Eine Nachfrage beim städtischen Fachbereich Recht und Ordnung hatte jedoch ergeben, dass Autofahrer für das Parken auf dem Fußweg nicht belangt werden können. Dieselbe Auskunft habe er auch von der Polizei erhalten, berichtet der stellvertretende Ortsbrandmeister.

Die Feuerwehr Wülfel weist deshalb auf ihrer Internetseite auf das Problem hin und bittet Anlieger darum, die Ausfahrt unbedingt freizuhalten. Auch den Bezirksrat Döhren-Wülfel hat die Ortswehr um Unterstützung gebeten. Seit Kurzem, meint Kompalla, habe sich die Situation schon gebessert. Die Stadtverwaltung will die Situation rund um die Ausfahrt aber im Auge behalten, wie Stadtsprecher Dennis Dix ankündigt.