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Süd Gemeinde baut für 1,5 Millionen Euro Melanchtonkirche um
Hannover Aus den Stadtteilen Süd Gemeinde baut für 1,5 Millionen Euro Melanchtonkirche um
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12:00 01.05.2013
Von Heike Schmidt
Die Melanchthonkirche in Hannover wurde saniert. Quelle: Insa Cathérine Hagemann
Bult

In den beiden Seitenflügeln der in Kreuzform angelegten Kirche von 1961 befinden sich nun Räume, die die Gemeinde für Chorgruppen oder auch Yogakurse nutzen kann. Der eigentliche Kirchenraum beschränkt sich nun auf das Mittelschiff. Im Gegenzug wurden das Gemeinde- und das Pfarrhaus verkauft. „Wir hatten nur eine Alternative: Entweder wir bauen um und verkleinern uns oder es hätte auf der Bult keine Kirche mehr gegeben“, sagt Pastor Axel Kawalla.

Dass es in Zukunft zu wenig Platz für Gläubige geben könnte, befürchtet er nicht: Durchschnittlich besuchen 45 Menschen den sonntäglichen Gottesdienst. „Und wenn es Weihnachten mehr werden, dann können wir die Empore öffnen“, sagt er. Bislang hatte die Kirche 400 Sitzplätze. 1150 Gemeindeglieder gibt es derzeit. Die benachbarte Südstadtkirchengemeinde, die aus drei Gemeinden fusioniert ist, ist mit rund 10000 Mitgliedern die größte Gemeinde. Doch nicht längst alle kommen zum sonntäglichen Gebet. „Aber dass es an diesem Standort keine Kirche mehr geben sollte, war für uns undenkbar“, betont Kawalla. Also war die Idee der Zusammenlegung und des Umbaus geboren.

Architektonisch für die bauliche Erneuerung zuständig war Thomas Helms vom Bochumer Büro Dreibund. Er plante das Oberlicht, das das monumentale Kreuz in bestem Licht erscheinen lässt ebenso wie die violett angestrichenen Treppenhäuser, die sich hinter holzvertäfelten Wänden verstecken und den Zugang zum Obergeschoss ermöglichen. Im vorderen, unteren Mittelschiff der Kirche kann zudem mit einer Glaswand der Raum nochmals verkleinert werden, ohne dass an Licht eingebüßt wird. „Da das Gebäude keine reine Kirche, sondern auch Gemeindehaus ist, mussten wir zusätzliche Rettungswege einplanen“, erklärt Helms. Auch diese fügen sich geschickt in das harmonische Gesamtbild ein.

Den insgesamt 1,5 Millionen teuren Umbau finanzierte die Gemeinde zum Teil selbst; die Landeskirche und der Stadtkirchenverband gaben jeweils 85000 Euro hinzu, die Klosterkammer war mit 80000 Euro dabei. „Aber wir haben auch einiges an Spenden bekommen“, sagt Adelheid Prüfer vom Kirchenvorstand.

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